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Downhill World Cup 2022 – Mont-Sainte-Anne: Long Live Chainsaw – Fotostory vom Finale

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Neun Jahre ist es her, dass der legendäre Stevie Smith beim Heim-World Cup im kanadischen Mont-Sainte-Anne gewinnen konnte. Mit Jackson Goldstone, Gracey Hemstreet und Finn Iles hatten vor dem Finale des siebten World Cups gleich drei kanadische Stars realistische Chancen auf einen Sieg. Und tatsächlich sollte das Rennen in Quebec ein mehr als denkwürdiges Ende nehmen. 

Schon beim Rennen der Junioren war die Anspannung bei den zahlreichen kanadischen Fans groß: Wird es dem wohl größten Nachwuchs-Star, den die Mountainbike-begeisterte Nation seit Finn Iles gesehen hat, gelingen, seiner Favoriten-Rolle gerecht zu werden? Die Antwort: Ein beeindruckendes YesOui! Mit einer Zeit, die sogar noch schneller als die von schnellste Zeit des Vortages war, konnte sich Jackson Goldstone souverän den Sieg in seinem Heimatland sichern. Zweiter wurde Jordan Williams, der damit nun auch in der Gesamtwertung keine Chance mehr hat, seinen Dauerrivalen noch zu überholen. Komplettiert wurde das Podium durch den Kanadier Bodhi Kuhn, der damit den bis dato größten Erfolg seiner noch jungen Karriere feiern konnte.

# Heimsieg für einen glücklichen Jackson Goldstone.

Auch beim Rennen der Juniorinnen waren alle Blicke auf eine Kanadierin gerichtet, die in dieser Saison schon diverse Male ganz oben auf dem Podium stand. In Mont-Sainte-Anne war jedoch nicht Gracey Hemstreet, sondern ihre britische Rivalin Phoebe Gale die schnellste Nachwuchs-Fahrerin des Tages – vor Izabela Yankova und ebenjener Gracey Hemstreet von Norco Factory Racing. Durch ihren Sieg rückt Phoebe Gale von Canyon FMD Racing nun auch näher an Gracey Hemstreet in der Gesamtwertung heran. Lediglich 25 Punkte trennen die beiden dominierenden Juniorinnen nun vor dem Saison-Finale in Val di Sole.

# Phoebe Gale - die Canyon-Fahrerin war die schnellste Nachwuchsfahrerin des Tages

Nicht nur um den Tagessieg, sondern vor allem um Punkte für die Gesamtwertung ging es auch beim Rennen der Frauen – nachdem sich Camille Balanche, die derzeit Führende in der Gesamtwertung, im Training das Schlüsselbein gebrochen hat. Mont-Sainte-Anne war also eine große Chance für Myriam Nicole, an Camille Balanche vorbeizuziehen. Und zwischenzeitlich sah es auch so aus, als würde die Weltmeisterin aus Frankreich auch nach ganz vorne rasen. Doch ein Stein auf dem berühmt-berüchtigten High Speed-Abschnitt in MSA machte Myriam Nicole einen fetten Strich durch die Rechnung. Als schnellste Fahrerin der Qualifikation bot sich also die große Chance für Vali Höll, einen großen Sprung nach vorne in der Gesamtwertung zu machen. Und die junge Österreicherin, die noch beim Aufwärmen vom Malheur von Myriam Nicole erfahren hatte, ging mit der Drucksituation extrem souverän um. Mit einem Vorsprung von gut drei Sekunden vor Nina Hoffmann, die einen starken und sehr kontrollierten Run lieferte, konnte Vali Höll in Mont-Sainte-Anne den zweiten Saison-Sieg feiern. Noch wichtiger für Vali Höll dürfte aber der Sprung vorbei an Myriam Nicole in der Gesamtwertung sein. Vor dem Finale in Val di Sole liegt Vali Höll nun nur noch 119 Punkte hinter der Schweizerin und rund 60 Punkte vor Myriam Nicole. Es bleibt also ziemlich spannend.

# Vali Höll war diesmal am schnellsten im Ziel. Der Kampf um die Gesamtwertung bleibt spannend!

Beim Rennen der Männer konnte Laurie Greenland schon früh ein ziemlich deutliches Ausrufezeichen setzen. Mit einem riesigen Vorsprung katapultierte sich der junge Syndicate-Fahrer in den Hot Seat – Fahrer um Fahrer biss sich die Zähne aus an der Zeit des kompakten Briten. Im Syndicate-internen Ranking war er fast zwei Sekunden schneller als Jackson Goldstone, was am Ende gleichbedeutend mit Rang 2 sein sollte. Sein junger Team-Kollege wäre mit seiner Zeit übrigens Dritter in der Elite geworden …

Starke Runs konnten Aaron Gwin und Troy Brosnan hinlegen. Kaum zu glauben, dass beide inzwischen eher zur alten Garde zählen – und schön, beide auf dem Podium zu sehen. Dort ist auch wie schon in Snowshoe Bernard Kerr auf Rang 5 gelandet, der damit weiter auf der nordamerikanischen Erfolgs-Welle surft. Nach vier Podest-Platzierungen infolge musste sich Andi Kolb hingegen mit Platz 44 zufriedengeben. Schuld daran war in erster Linie ein platter Hinterreifen. Mit seinem Defekt war er nicht alleine – unter anderem Benoit Coulanges wäre in der schnellsten Sektion der Strecke fast ein kaputter Reifen zum Verhängnis geworden. Aus deutscher Sicht lief das Männer-Rennen in Mont-Sainte-Anne nicht gut: Nach einer starken Leistung in der Quali hat Max Hartenstern auf einen Start im Finale verzichtet, nachdem er im morgendlichen Training mit Sehstörungen zu kämpfen hatte. Wir wünschen eine gute und schnelle Genesung.

Als Favorit wurde im Vorfeld eindeutig Amaury Pierron gehandelt, der in diesem Jahr bereits vier World Cups gewinnen konnte. Doch in einer Rechtskurve direkt unterhalb des Stevie Smith-Drops ging der Franzose unsanft, glücklicherweise aber ohne ernsthafte Folgen zu Boden. Am Ende wurde er 26. – was bedeutet, dass er die Vorentscheidung in der Gesamtwertung um lediglich einen einzigen Punkt verpasst hat. Auch Greg Minnaar, in der Quali auf einem fantastischen zweiten Platz, konnte im Finale nicht an die Zeit von Laurie Greenland herankommen. Ausgerechnet an Simbas Leap, einem technischen Gap, das der Südafrikaner vor einigen Jahren als Erster gesprungen ist, verlor er die Kontrolle und knallte unsanft in einen Baum.

Am Ende war der volle Fokus der unzähligen Fans am Streckenrand dann auf Finn Iles. Noch nie konnte der Kanadier einen World Cup in der Elite gewinnen. Der Druck muss immens gewesen sein, doch im Finale zeigte der Specialized-Fahrer eine bärenstarke, kontrollierte und souveräne Leistung. Als erster (und letzter) Fahrer des Tages lag er bei allen Zwischenzeiten vorn. Beinahe wäre ihm eine kaputte Kette in der letzten technischen Wald-Sektion zum Verhängnis geworden. Doch mit jeder Menge Schwung und Aerodynamik rettete Finn Iles einen winzigen Vorsprung über die Ziellinie. Dort brachen dann alle Dämme – auch bei Finn Iles selbst, der nach seinem ersten World Cup-Sieg im Interview sehr emotional war und mit den Tränen zu kämpfen hatte.

# Ein glücklicher Finn Iles kann es kaum fassen.
# Kanada!

# Phoebe Gale konnte in MSA den dritten World Cup-Sieg dieser Saison feiern.
# Die Dauerkonkurrentinnen Izabela Yankova und ....
# ... Gracey Hemstreet konnten nicht ganz mithalten
# Das Podium der Juniorinnen: Izabela Yankova, Phoebe Gale und Gracey Hemstreet
# Würde er den Heimsieg schaffen? Syndicate-Nachwuchsstar Jackson Goldstone
# Jordan Williams blickt auf seine Zeit: Am Ende trennen ihn 3,8 Sekunden vom ersten Platz.
# Jordan Williams
# Jackson Goldstone
# Kanada schafft es zweimal aufs Junioren-Podium: Jordan Williams, Jackson Goldstone und Bodhi Kuhn
# Hart am Gas und mit einem konstanten Lauf auf Platz 2: Nina Hoffmann
# Monika Hrastnik
# Eleonora Farina
# Vali Höll mit viiiieeeel Style
# Gute Laune wohin man nur schaut! ????
# Eleonora Farina
# Monika Hrastnik
# Das Podium der Damen …
# … diesmal mit Jessica Blewitt, Nina Hoffmann, Vali Höll, Eleonora Farina und Monika Hrastnik
# Aaron Gwin kam gut mit der Strecke zurecht und schaffte den Sprung aufs Podest
# Ethan Craik
# Bernard Kerr
# Tuhoto Pene
# Antoine Vidal
# Bernard Kerr
# Andi Kolb
# Geschwindigkeit bringt Sicherheit: Laurie Greenland fehlten am Ende gerade mal 0,2 Sekunden zum Sieg
# Sam Blenkinsop
# Troy Brosnan
# Troy Brosnan
# Kye A'hern
# Konzentrierter kann man kaum schauen: Finn Iles auf dem Weg zum Sieg! - Was wir in diesem Bild nicht sehen …
# … er fuhr den letzten Teil der Strecke ohne Kette!
# Achtung, schwere Sachen immer aus den Knien heraus heben. Finn Iles siegt in MSA und wird gefeiert ????
# MTBNews
# Das Podium der Männer:
# Aaron Gwin, Laurie Greenland, Finn Iles, Troy Brosnan und Bernhard Kerr
# MTBNews
# Over and Out aus Kanada

Alle Artikel zum Downhill World Cup Mont-Sainte-Anne 2022 | Alle Infos zum Downhill World Cup 2022

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