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XC World Cup 2021 – Nove Mesto: Die Revanche der Cyclocross-Stars?

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Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup! Der Weltcup-Auftakt in Albstadt ist Geschichte, der Tross schon weitergezogen nach Nove Mesto in Tschechien, wo am kommenden Wochenende Teil 2 des UCI Mountain Bike World Cups vor der Tür steht. Wir schauen voraus auf die anstehenden Rennen im Biathlonstadion von Nove Mesto und geben euch einen Überblick, auf welche Fahrerinnen und Fahrer nach den Rennen im Albstädter Bullentäle besonders geachtet werden sollte. Die Vorschau!

XC World Cup 2021 – Nove Mesto: Termine und Informationen

Nove Mesto na Morave im Herzen der Tschechischen Republik ist Schauplatz des zweiten Laufs der UCI Mountain Bike World Cup-Serie. Seit vielen Jahren fester Bestandteil der Rennserie sind die Rennen dort bekannt aufgrund der vielseitigen Strecke und den enthusiastischen Zuschauern. Auf diese müssen die Fahrerinnen und Fahrer in diesem Jahr einmal mehr verzichten, wie auch in Albstadt werden in Tschechien keinerlei Fans an der Strecke zugelassen.

# Der Weltcup-Tross zieht weiter - Nach dem spektakulären Auftakt in Albstadt findet der zweite Lauf des UCI Mountainbike World Cups im tschechischen Nove Mesto statt

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Die Fahrerinnen und Fahrer erwartet dasselbe Rennprogramm wie bereits eine Woche zuvor in Albstadt: Freitagabend wird das Rennwochenende mit den Short Track-Rennen der Damen und Herren eröffnet, anschließend folgen die Cross-Country-Rennen der Nachwuchsklassen am Samstag und die der Elite am Sonntag. Wie bereits in Albstadt gastiert in Nove Mesto auch die ranghöchste Rennserie der Juniorenkategorie, die Junior World Series.

Die Strecke in Nove Mesto gilt in Fahrerkreisen als eine der beliebtesten: Grund dafür ist im Wesentlichen die große Vielseitigkeit mit einigen steilen, aber nicht zu langen Anstiegen und vielen fahrtechnisch herausfordernden, aber lösbaren Passagen bergab. Im Vergleich zu den Vorjahren scheint sich die Strecke nur unwesentlich verändert zu haben. Der Wetterbericht unterdessen verspricht viel Regen in den kommenden Tagen, sodass es wie im Herbst 2020 durchaus rutschig werden kann.

Zeitplan

Freitag, 14.05.2021

  • 18:00 Uhr: Short Track, Frauen
  • 18:45 Uhr: Short Track, Herren

Samstag, 15.05.2021

  • 9:30 Uhr: Cross-Country, UCI Junior Series – Herren
  • 11:15 Uhr: Cross-Country, UCI Junior Series – Frauen
  • 15:00 Uhr: Cross-Country, U23-Herren
  • 17:00 Uhr: Cross-Country, U23-Frauen

Sonntag, 16.05.2021

  • 11:20 Uhr: Cross-Country, Frauen
  • 15:20 Uhr: Cross-Country, Herren

Die Favoritinnen und Favoriten für das Podium

Short Track

Nach der ersten Standortbestimmung in Albstadt haben sich die Kräfteverhältnisse und dementsprechend die Favoritenpositionen im Hinblick auf die Rennen in Nove Mesto zumindest teilweise verschoben. Nach dem Triumph im Short Track von Albstadt dürfte im Feld der Damen Pauline Ferrand-Prévot auch in Nove Mesto Favoritin Nummer eins auf den Sieg auf der kurzen Renndistanz sein. Im vergangenen Jahr verpasste die Cross-Country-Weltmeisterin bei den beiden einzigen Weltcuprennen der Saison in Nove Mesto den Sieg im Short Track jeweils knapp und landete auf dem zweiten Rang.

Geschlagen wurde sie damals jeweils von Evie Richards, die in Albstadt jedoch im Short Track hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Streckencharakteristik des Short Tracks in Nove Mesto unterscheidet sich jedoch erheblich von der in Albstadt, weshalb die zweifache Siegerin der Disziplin aus dem Vorjahr durchaus Chancen hat, um den Sieg mitzukämpfen. In Nove Mesto ist der Kurs deutlich breiter angelegt und besitzt kein so extremes Nadelöhr wie in Albstadt, das immer wieder zu einem extrem langgezogenen Fahrerfeld führte.

# Linda Indergand sorgte im Short Track-Rennen der Damen mit einer beherzten Attacke zur Rennmitte für Spannung - Auch wenn es letztlich knapp nicht zum Sieg reichte, stellte die Schweizerin damit unter Beweis, dass nicht nur der Zielsprint im Short Track entscheidend sein muss

Und so könnte es nicht nur bei den Damen zu einem äußerst packenden Rennverlauf kommen: Bei den Herren hatte es der Brite Tom Pidcock mit seinem famosen Ritt aus den hinteren Startreihen im Cross-Country-Rennen von Albstadt (hier die Ergebnisse XC World Cup Albstadt) geschafft, sich für den Short Track zu qualifizieren und gesellt sich nun als zweiter etatmäßiger Cyclocross-Fahrer zu Mathieu van der Poel, der in Albstadt einmal mehr unter Beweis stellen konnte, wie gut ihm diese Disziplin auf den Leib geschneidert scheint.

Im Vorjahr gingen die Siege im Short Track in Nove Mesto an den Mexikaner José Gerardo Ulloa Arévalo und Henrique Avancini, aus deutscher Sicht überraschte Max Brandl mit den Positionen fünf und drei. In Albstadt haderte der Fahrer des Lexware MTB Teams noch mit den geringen Überholmöglichkeiten, in Nove Mesto kann er sich hingegen mehr auf seine taktische Finesse verlassen und möchte wieder in die erste Startreihe vordringen.

# Mathieu van der Poel machte in Albstadt zumindest im Short Track dort weiter, wo er fast zwei Jahre zuvor aufgehört hatte als er zuletzt am Start eines Weltcuprennens stand - Mit seinem famosen Antritt sicherte er sich den sechsten Short Track-Sieg in Serie und ist damit Favorit Nummer 1 für das Rennen auf der kurzen Distanz in Nove Mesto. Aber Vorsicht: Tom Pidcock ist nun ebenfalls startberechtigt für den Short Track
# Die beiden einzigen Short Track-Rennen im vergangenen Jahr in Nove Mesto waren an Spannung kaum zu überbieten - Der Mexikaner José Gerardo Ulloa Arévalo triumphierte bei Dauerregen
# Henrique Avancini sicherte sich wenige Tage später im zweiten Short Track-Rennen den Sieg - Der deutsche Meister Max Brandl schaffte damals als Dritter überraschend den Sprung aufs Podest

Damen

In eindrucksvoller Art und Weise sicherte sich die U23-Weltmeisterin Loana Lecomte beim Weltcupauftakt in Albstadt den Sieg und manövrierte sich damit automatisch in die klare Favoritenposition für das Rennen in Nove Mesto. Bereits im vergangenen Jahr überraschte die junge Französin dort, holte ihren ersten Weltcupsieg ihrer Karriere und landete zudem beim zweiten Rennen in Nove Mesto auf dem dritten Rang. Die Strecke scheint ihr also zu liegen, die Form dürfte auch stimmen – alles spricht für einen weiteren Erfolg von Lecomte.

# Strahlende Siegerin beim Auftaktrennen des Weltcups in Albstadt - Loana Lecomte war am vergangenen Wochenende eine Klasse für sich und ist damit logischerweise die große Favoritin in Nove Mesto
# 2020 sicherte sich Pauline Ferrand-Prevot den Sieg beim zweiten Cross-Country-Rennen in Nove Mesto - Die Weltmeisterin sei nach eigener Aussage noch nicht bei 100 Prozent, war aber dennoch in Albstadt bereits Zweite
# Kate Courtney scheint nach einem eher unglücklichen Jahr 2020 wieder ganz vorne angreifen zu können - In Albstadt belegte die Amerikanerin Platz vier, knapp hinter ihrer Landsfrau Haley Batten

Kontrahentin Nummer 1 dürfte wie bereits in Albstadt Pauline Ferrand-Prévot sein, die sich noch immer „nicht bei 100 Prozent“ befinde und so auch sehr glücklich mit dem zweiten Platz im Cross-Country-Rennen in Albstadt war. Im Vorjahr tauschte sie mit Lecomte in Nove Mesto die Plätze, belegte beim ersten Rennen den dritten Platz und siegte schließlich beim zweiten, sodass auch ihr in diesem Jahr dort einiges zuzutrauen ist. Jeweils zwischen den beiden konnte sich damals die Niederländerin Anne Terpstra platzieren. Beim diesjährigen Weltcupauftakt in Albstadt erwischte Terpstra nicht den allerbesten Tag, landete aber dennoch auf einem beachtlichen sechsten Rang.

Auf den Positionen drei und vier hinter den beiden siegreichen Französinnen folgte in Albstadt ein amerikanisches Duo, das auch in Nove Mesto vorne mitmischen dürfte. Die Überraschungsdritte aus Albstadt, Haley Batten, sicherte sich 2019 den Sieg der U23-Klasse in Nove Mesto. Kate Courtney, Vierte in Albstadt, war damals in der Eliteklasse siegreich und scheint Stück für Stück an ihre damalige Weltklasseform heranzukommen. Mögliche weitere Kandidatinnen auf einen Podestplatz könnten die Österreicherin und zweifache Fünftplatzierte in Nove Mesto 2020, Laura Stigger, die Short-Track-Zweite aus Albstadt Linda Indergand oder deren Schweizer Landsfrau Sina Frei sein.

Die beiden besten deutschen Fahrerinnen in Albstadt, Ronja Eibl und Elisabeth Brandau, möchten unterdessen ihr Ergebnis aus der Vorwoche verbessern und näher an die Top 10 herankommen. Auch Nina Benz, die mit Rang 29 in Albstadt überzeugen konnte, dürfte sich zum Ziel gesetzt haben, noch weiter vorne angreifen zu können.

# Elisabeth Brandau in einer der vielen technischen Passagen auf der Strecke in Nove Mesto vor zwei Jahren - Die deutsche Meisterin konnte sich in Albstadt aus einer hinteren Startposition gut vorarbeiten und landete auf dem 24. Rang. Das möchte die Schönaicherin vermutlich noch verbessern, wenn es am Wochenende erneut in die tschechischen Wälder geht

Herren

Nachdem sich im Rennen der Herren in Albstadt ein unglaublicher Spannungsbogen mit vielen verschiedenen Komponenten entwickelt hatte, scheint sich die Ausgangslage vor dem Rennen in Nove Mesto noch interessanter zu gestalten. Mit seinem ersten Weltcup-Erfolg katapultierte sich Victor Koretzky in die Favoritenstellung für das anstehende Rennen in den tschechischen Wäldern. Er sei aktuell „in der Form seines Lebens“ und dürfte angesichts der Tatsache, dass er nicht nur das Trikot des Gesamtweltcupführenden trägt, sondern auch, dass er seit dem Weltcup in Albstadt zum ersten Mal auf der Weltrangliste ganz oben steht, zusätzlich motiviert sein.

# Weltcupsieg Nummer 1, Gesamtweltcupführung und an der Spitze der Weltrangliste - Die Bilanz des Rennwochenendes in Albstadt von Victor Koretzky konnte sich sehen lassen

Stichwort Motivation: Europameister Nino Schurter scheint in diesem Jahr noch nicht vom Glück verfolgt zu sein und setzte in Albstadt seine Serie an zweiten Plätzen fort. Bei nun drei der vier Rennen, an denen Schurter teilnahm, hatte er im Zielsprint das Nachsehen, sodass der Wunsch, endlich als Erster über einen Zielstrich zu rollen äußerst groß sein wird. 2016 wurde Schurter in Nove Mesto Weltmeister, im vergangenen Jahr hatte er mit den kalten und nassen Bedingungen zu kämpfen, die ihm meist nicht so sehr liegen.

Auch sein Schweizer Landsmann Mathias Flückiger wird mit etwas Wut im Bauch nach Tschechien gereist sein: Eine defekte Sattelstütze verhinderte, dass Flückiger in den Kampf um den Sieg in Albstadt eingreifen konnte und er letztlich mit Rang drei Vorlieb nehmen musste. Dass der Eidgenosse aktuell in bestechender Form ist, konnte er zweifelsohne unter Beweis stellen, am Berg meinte er nach dem Rennen in Albstadt, der Stärkste gewesen zu sein.

# Vier Rennen, viermal Zweitplatzierter - Die bittersüße Bilanz von Nino Schurter in diesem Jahr. Mit Sicherheit möchte der Eidgenosse dies ändern und in Nove Mesto endlich die Eins ganz vorne stehen haben

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