Bikepark-Guide für Einsteiger: So machts mit Sicherheit Spaß!
Bikepark-Guide für Einsteiger: Was ist ein Bikepark überhaupt? Wir erklären es euch und außerdem, wie ihr euch auf euren (ersten) Ausflug in den Bikepark super vorbereiten könnt und was ihr mitnehmen müsst. Außerdem geben wir euch Hilfestellung zur Vermeidung der häufigsten Fehler. Viel Spaß mit unserem Bikepark-Guide!
Bikepark – was ist das überhaupt?
Muss ich dort mit einem Downhill-Fahrrad fahren? Fährt man da wirklich mit dem Lift nach oben, wie beim Skifahren? Kann ich da mit meinem E-Bike hin? All das wollen wir dir in diesem Bikepark-Guide für Einsteiger erklären. How To Bikepark – los geht’s:
Der Bikepark. In der Mountainbike-Szene ist das schon ein geflügeltes Wort, hat man aber noch nie einen Bikepark besucht, ist es vielleicht nicht ganz einfach, sich etwas darunter vorzustellen. Was hat es also genau damit auf sich? Während sich auch kleinere „Spots“ (= Anlagen zum Mountainbiken) auf Vereinsbasis oft als Bikepark bezeichnen, zeichnet sich der klassische Bikepark durch einige Merkmale aus:
- Streckennetz mit mehreren Strecken in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden
- hauptsächlich Abfahrtsstrecken
- Lift-Transport oder alternativer Transport auf den Berg
- Infrastruktur mit Parkplatz, Bikeshop, Verleihstation, Sanitäranlagen uvm.
Ein Netz von Strecken in verschiedenen Schwierigkeitsgraden mit gebauten und natürlichen Hindernissen ist typisch für Bikeparks. Je nachdem, wie groß oder klein der Bikepark ist, sind diese Strecken weitläufiger verteilt oder so nah beieinander, dass sie sich kombinieren lassen.
Das sonstige Angebot unterscheidet sich oft. Bikeshops mit Verleihstationen und Werkstätten sind häufig gesehen. Für normale Parks stehen auch die klassischen Sanitäreinrichtungen bereit. Größere Bikeparks, in denen man auch mit dem Camper stehen kann, haben oft eine Dusche. Falls es die nicht gibt: Ein Bikewash, also ein Platz zum Putzen des Bikes, kann, nachdem alle Räder sauber sind, auch hilfreich sein.
Vielleicht erinnern euch diese Merkmale an etwas! Richtig: Der klassische Bikepark ist im Winter im Normalfall ein Skigebiet. Es besteht also bereits eine Infrastruktur und ein Lift, mit dem man auf den Berg, beziehungsweise Hügel transportiert wird. Hier geht es wie im alpinen Wintersport primär um die Abfahrt auf den verschiedenen Strecken, die auf dem Berg starten und nahe der Talstation wieder enden. Weniger geht es um das bergauf treten – Streckennetze ohne Lift werden eher als „Trail Center“ bezeichnet. Aber auch Mischformen, die Lift-Transport und Auffahrten aus eigener Kraft kombinieren oder die Radfahrer mit anderen Verkehrsmitteln auf den Berg transportieren, sind möglich.
Welche Bikeparks gibt es in Deutschland? Welche Bikeparks gibt es in Österreich und der Schweiz? Gibt es davon in Europa noch mehr? Hier eine Übersicht über eine Vielzahl an Bikeparks!
Erster Bikepark-Ausflug geplant – wie bereite ich mich vor?
Wenn du noch nie im Bikepark warst und gerade diese Zeilen liest, hast du Punkt 1 schon richtig gemacht – informiere dich vorab darüber, was dich erwartet, beziehungsweise womit du rechnen kannst. Bikepark ist nicht gleich Bikepark! Sie unterscheiden sich hinsichtlich Größe, Streckenvielfalt, -länge und -schwierigkeitsgrad sowie dem Angebot, welches es drum herum gibt. Für den ersten Besuch kann das den Unterschied machen.
Im Folgenden wollen wir uns ein paar Punkte im Detail anschauen, die für einen gelungenen Ausflug hilfreich sind:
Das Fahrrad
Vor deinem ersten Besuch solltest du abwägen, was du an Ausrüstung benötigst. Dazu musst du wissen, was ein Fahrrad für einen Bikepark-Besuch können muss. Hier eine kurze Übersicht, die wir im folgenden genauer erklären:
- Du benötigst ein Mountainbike.
- Dieses Mountainbike hat eine Bikepark-Freigabe.
- Das Fahrrad sollte mit Mountainbike-Stollenreifen ausgerüstet sein.
- Vorne sollte dein Mountainbike eine Federgabel verbaut haben.
- Im Idealfall ist dein Mountainbike vollgefedert.
- Das Fahrrad ist frei von jeglichen Defekten.
- Alle Komponenten funktionieren ordnungsgemäß.
- Dein Fahrrad ist zuverlässig eingestellt.
Bikeparks sind für Mountainbikes gebaut. Andere Fahrräder, wie zum Beispiel Rennräder, Gravel-Bikes, Trekking-Bikes oder Stadt-Fahrräder sind hier nicht gut aufgehoben, da sie den Anforderungen nicht gerecht werden. Aber keine Sorge: Wenn du kein Mountainbike besitzt, kannst du in den meisten Bikeparks eines ausleihen. Diese Verleih-Räder entsprechen dem aktuellen Stand der Technik, werden regelmäßig durchgecheckt und können auf unserer Liste alle Punkte erfüllen. Auch wenn diese Bikes ungewohnt sind, bieten sie dir wahrscheinlich mehr Sicherheit. Bist du noch unter 18, solltest du nachfragen, ob du für den Verleih eine Begleitperson oder eine Vollmacht benötigst.
Mountainbike ist nicht gleich Mountainbike. Die verschiedenen Disziplinen des Sports erfordern unterschiedliche Anforderungen. Entsprechend dieser Anforderungen werden Mountainbikes vom Hersteller oder unabhängigen Instituten auf ihre Haltbarkeit getestet. Nicht jedes Mountainbike wird vom Hersteller für den Einsatz im Bikepark vorgesehen und freigegeben. Prüfe also, ob dein Fahrrad für die Verwendung im Bikepark zugelassen ist. Oft werden solche Hinweise auf der Herstellerwebsite oder im Benutzerhandbuch aufgeführt. Du kannst dich aber auch an den Kundensupport des Fahrrad-Herstellers wenden.
Für Kontrolle auf den Strecken eignen sich Mountainbike-Stollenreifen am besten. Diese sind breiter als an anderen Fahrrädern und können mit ihren Stollen für mehr Halt auf dem Untergrund sorgen. Glatte Reifen eignen sich für diesen Einsatz weniger gut, da sie einfacher rutschen können und somit weniger Kontrolle bieten. Hier unsere Reifen-Tests!
Auf Bikepark-Strecken gibt es Hindernisse. Eine Federgabel und im Idealfall auch eine Hinterrad-Federung sorgen dafür, dass deine Reifen auch bei unsteten Untergründen Kontakt mit dem Boden halten können. Das sorgt wiederum dafür, dass der Reifen auf dem Boden Halt findet und du Kontrolle bekommst. Außerdem erhöht eine Federung den Fahrkomfort. Unbedingt notwendig ist sie nicht, aber wir würden es dir ans Herz legen.
Wenn du ein Mountainbike hast, dem du den Bikepark-Einsatz zutraust, ist es hilfreich, es vor dem Ausflug durchchecken zu lassen. Damit du dich nicht in Gefahr bringst, sollte dein Fahrrad frei von Defekten sein, die Bremsen und die Federung sollten ordnungsgemäß funktionieren, aber auch der Rest vom Rad sollte einwandfreie Funktion bieten. Am einfachsten ist es, wenn du das Fahrrad im lokalen Fahrradladen vorab kontrollieren lässt.
Nutze diese Gelegenheit, um dich von den Mitarbeiter*innen im Bikeshop bezüglich der Einstellungen beraten zu lassen. Vor allem eine vernünftige Basis-Einstellung von Reifen-Luftdruck, der Federung und der Bremshebel können einen großen Unterschied ausmachen.
Wie bereits angemerkt haben einige Bikeparks einen eigenen Shop – verlasse dich nicht darauf, dass die Mechaniker dort Zeit für dein Bike haben und vereinbare am besten einen Termin, wenn du es nicht schaffst, dein Fahrrad vorher durchchecken zu lassen. Etwaige kleine Defekte kann der Bikeshop aber durch Ersatzteile meist abdecken.
Die Ausrüstung
Auch bei der restlichen Ausrüstung gilt: Sicherheit geht vor! Hier ein kurzer Überblick über die Ausrüstung, die du für einen Tag im Bikepark benötigst. Wie auch beim Fahrrad gilt bei der Ausrüstung – du musst das nicht alles selbst besitzen, sondern kannst es dir oft vor Ort ausleihen. Prüfe, ob du diese Ausrüstung direkt vor Ort leihen kannst oder eventuell Teile davon selbst besitzt:
- Helm mit Fahrrad-Zulassung – am besten Integralbauweise bzw. Vollvisierhelm
- Schutzbrille, am besten bruchsicher und Durchstich-sicher
- optional: Nackenstütze, bzw. Neckbrace (Leatt DBX 6.5 Neck Brace-Test)
- Protektorenjacke mit Brust-, Rücken-, Schulter- und Ellenbogen-Schützern
- optional: Funktionsunterhemd für unter den Protektor
- optional: Protektorenhose
- Knieschoner, idealerweise mit Schienbein-Schutz
- Fahrrad-Handschuhe
- geeignete Schuhe
- Sporthose und Sporttrikot oder T-Shirt für über die Protektoren
Ein vernünftiger Helm, am besten ein Mountainbike-spezifischer Vollvisierhelm ist Grundvoraussetzung – hier 5 Fullface-Helme für den Bikepark im Test! Diese Helme sind leichter als Motorrad-Helme, aber auch auf ihre Schutzwirkung getestet. Wichtig ist auch eine Schutzbrille, damit dir nichts ins Auge fliegt. Hier 7 MTB-Goggles im Test sowie 12 MTB-Brillen im Test. Im Bikepark fährst du auch öfter mal durch schattige Wald-Stücke – eine sehr dunkle Sonnenbrille eignet sich also nicht optimal. Wenn du ein paar Brillen zur Auswahl hast, probiere diese am besten in Kombination mit deinem Helm aus, um sicherzugehen, dass nichts drückt oder verrutscht. Optional gibt es auch Nackenstützen. Diese werden aber oft nicht als Verleih-Material angeboten, da man sie individuell auf den Körperbau und den verwendeten Helm anpassen sollte.
Deinen Oberkörper schützt du am einfachsten mit einer Protektorenjacke. Üblicherweise bietet diese für den Brustkorb, den Rücken und die Schultern jeweils Polster oder Plastik-Schützer. Viele Protektorenjacken haben außerdem einen Schutz für die Ellenbogen in die Ärmel integriert. Wenn du dir eine Protektorenjacke ausleihst, zieh am besten ein Funktionsunterhemd oder etwas Vergleichbares darunter an und achte unbedingt darauf, dass die Protektoren gut sitzen und nicht verrutschen können.
Optional gibt es auch Protektorenhose, beziehungsweise -unterhosen. Auch diese gibt es aber ähnlich wie die Nackenstützen eher selten zum Ausleihen. Verzichten solltest du aber auf keinen Fall auf Knieschoner. Mountainbike-spezifische Knieschoner gibt es oft in Kombination mit Schienbeinschonern. Für den Anfang ist diese Kombi-Variante zu empfehlen.
Was es für gewöhnlich nicht zum Ausleihen gibt: Schuhe, gegebenenfalls auch Handschuhe. Auch diese beiden Kleidungsstücke sind wichtig. Nachdem man in der Abfahrt primär steht, sind Hände und Füße die einzigen Kon

