Downhill World Cup 2020 – Lousã: The biggest Lousã – die Fotostory von Finale #1
Was für ein Finale in Lousã! Die Vollgas-Strecke in Portugal lieferte extrem spannende Renn-Action mit durchaus überraschendem Ausgang. Während bei den Frauen die üblichen Favoritinnen den Sieg unter sich ausfochten – Myriam Nicole gewann überlegen – wurde das Männer-Rennen vergleichsweise knapp entschieden. Am Ende schnappte sich Greg Minnaar mit fast 39 Jahren seinen 22. World Cup-Sieg und festigte seinen Ruf als „Greatest of all Time“ weiter!
Die traurige Rolle des „biggest Loser“ in Lousã fiel leider Loris Vergier zu – der Doppel-Sieger aus Maribor brannte wieder einen extrem schnellen Lauf in den roten Lehm Portugals, als er von einem platten Vorderreifen ausgebremst wurde. Damit hat er nicht nur den Tagessieg, sondern auch die schon sicher geglaubte Führung im Gesamt-World Cup aus der Hand gegeben. Team-Kollege Greg Minnaar stellte dem Santa Cruz Syndicate-Team jedoch ein ganz passables Trostpflaster zur Verfügung: Der fast 39 Jahre alte Südafrikaner sicherte sich seinen 22. World Cup-Sieg und baute damit seine Führung im Ranking der meisten Siege weiter vor Aaron Gwin aus. Minnaar wird auch 2021 noch „the GOAT“ bleiben, der größte Downhill-Fahrer aller Zeiten! Ein guter Tag war es auch für Matt Walker – er ist endlich aus dem Schatten von Danny Hart hervorgetreten, wurde wieder einmal Zweiter und führt nach Vergiers Patzer nun in der Gesamtwertung – mit nur einem ausstehenden Rennen!
Bei den Frauen war es nach vielen ungewöhnlichen und aufregenden Rennen wieder so etwas wie „Business as usual“. Mit Myriam Nicole setzte sich die Quali-Siegerin wieder deutlich durch – die Französin liebt schnell Strecken einfach! Hinter ihr folgte Marine Cabirou – die 2020 noch nicht einmal außerhalb der Top 2 gefahren ist – und Tahnée Seagrave. Die Britin kämpft immer noch mit ihrer Knöchelverletzung aus dem Winter und zeigte sich sichtlich erleichtert, endlich wieder vorne mitkämpfen zu können, nachdem die Saison bisher nicht nach ihren Vorstellungen verlief. Die Maribor-Siegerin Nina Hoffmann schaffte als Fünfte knapp den Sprung aufs Podium, hatte allerdings bis zum Schluss auch leichte Probleme mit der Strecke. Mit etwas mehr Trainingszeit und ihrer ohnehin sehr starken Fitness könnte die Thüringerin im zweiten Finale am Sonntag so richtig angreifen!
Die Junioren-Klasse wurde in Portugal ordentlich durcheinander gewirbelt! Weltmeister Oisin O’Callaghan fiel mit einem platten Reifen weit zurück – davon am meisten profitieren konnte Ethan Craik. Der GT-Junior sicherte sich den Sieg überlegen vor Pau Menoyo aus dem benachbarten Spanien und Specialized-Nachwuchshoffnung Chris Grice. Und auch bei den Juniorinnen machte die haushohe Favoritin Lauryne Chappaz viel zu viele Fehler und verschenkte den Sieg an ihre Landsfrau Leona Pierrini. Sie wird am Sonntag jedoch noch eine Chance zur Revanche haben!
Juniorinnen
1 – Leona Pierrini – 4:59.667 min
2 – Lauryne Chappaz – 5:03.619 min
3 – Aina Gonzalez – 5:04.541 min
Junioren
1 – Ethan Craik – 4:07.602 min
2 – Pau Menoyo –4:10.313 min
3 – Chris Grice – 4:10.195 min
Frauen
1 – Myriam Nicole – 4:26.325 min
2 – Marine Cabirou –4:30.722 min
3 – Tahnée Seagrave – 4:31.400 min

