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Downhill World Cup 2019 – Snowshoe: Rocky Horror Puncture Show – Fotostory vom Track Walk

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Nach mehreren Jahren kehrt der Downhill World Cup zurück in die USA – mit dem Rennen in Snowshoe steht das Finale einer spannenden Saison an. Zum Auftakt des Rennens im kleinen Staat West Virginia wurde die mehr als knackige Strecke unter die Füße genommen!

„Almost heaven, West Virginia
Blue Ridge Mountains, Shenandoah River
Life is old there, older than the trees
Younger than the mountains, blowing like a breeze

Country roads, take me home
To the place I belong
West Virginia, mountain mama
Take me home, country roads”

 

Denkt man an die Vereinigten Staaten von Amerika, dann kommt einem der kleine Staat West Virginia nicht unbedingt sofort in den Sinn. Das wird sich auch durch das Finale des Downhill World Cups, das am Wochenende hier stattfindet und eine mehr als spannende Saison beenden wird, nicht unbedingt ändern – doch John Denver hatte recht: Das Leben in West Virginia ist etwas älter und etwas langsamer, als man es eigentlich gewohnt ist.

Alles andere als langsam ist hingegen die Strecke, auf der das Finale des Downhill World Cups ausgetragen wird. Beim Track Walk konnte man nicht selten in schockierte Gesichter mit weit offen stehenden Mündern blicken. Der Grund dafür sind erst einige riesige Sprünge im oberen Teil und ein aller Voraussicht nach ziemlich materialvernichtendes Steingemetzel, das den unteren Abschnitt der Strecke darstellt. Auf dieser wechseln sich offene Sektionen mit Waldpassagen genauso ab wie flache Abschnitte immer wieder auf etwas steilere Stücke folgen. Insgesamt stellt die Strecke im Bike Park des ziemlich abgelegenen Snoeshow Mountain Resorts einen gelungen und spannenden Mix dar, der die Fahrerinnen und Fahrer am kommenden Samstag mehr als fordern dürfte. Auch das Material wird sehr sicher leiden. Nach der WM in Mont-Sainte-Anne herrscht bei nicht wenigen Teams bereits Felgen-Knappheit – diese prekäre Situation dürfte sich durch die riesigen Steinfelder in Snowshoe noch weiter verschärfen!

# Willkommen in den USA! - Genauer gesagt: Willkommen in Snowshoe, West Virginia! Hier findet am Wochenende das World Cup-Finale statt.
# Snowshoe liegt im Pocahontas County etwa vier Autostunden von Washington DC entfernt - "wild" und "wonderful" sind die Adjektive, mit denen die Einheimischen den kleinen Staat beschreiben. "Mitten im Nirgendwo" wäre auch recht passend …
# Dazu stehen an praktisch jeder Ecke riesige Trucks rum - West Virginia gibt sich größte Mühe, alle Klischees über die eher ländlichen Regionen der USA zu erfüllen.

Die aktuelle Konstellation im Gesamtweltcup verspricht außerdem viel Spannung. Während die beiden Nachwuchs-Stars Thibaut Daprela und Vali Höll schon jetzt als Gesamtsieger feststehen, ist das Rennen bei den Männern und Frauen noch offen. Tracey Hannah und Marine Cabirou liefern sich bei den Frauen ein spannendes Duell – die Australierin liegt derzeit noch vorne, allerdings konnte Marine Cabriou die letzten beiden World Cup-Rennen für sich entscheiden. Außerdem sind mit Myriam Nicole und Tahnée Seagrave wieder zwei absolute Stars am Start. Erstere konnte sich am vergangenen Sonntag mit einer beeindruckenden Fahrt die Goldmedaille bei der WM in Mont-Sainte-Anne sichern.

Die Saison der Männer ist von der Dominanz der Franzosen geprägt. Mit Ausnahme des Rennens in Val di Sole standen immer Loïc Bruni oder Amaury Pierron ganz oben auf dem Podium. Diese beiden liefern sich auch einen Zweikampf um die Gesamtwertung. Die Ausgangslage ist klar: Amaury Pierron muss das Rennen in Snowshoe eigentlich gewinnen und darauf hoffen, dass der neue alte Weltmeister Loïc Bruni auf Platz 4 oder schlechter landet. Punkte für die Qualifikation gibt es beim World Cup-Finale nicht, weshalb alles auf den einen Run am Sonntag hinauslaufen wird. Die Voraussetzungen für ein spektakuläres Finale einer grandiosen Saison sind also gegeben!

# Das Snowshoe Mountain Resort erstreckt sich über eine Fläche von über 100 Quadratkilometer im riesigen Appalachen-Gebirge - ganz oben liegt ein kleiner Skiort, wo der Start der Downhill-Strecke und die kompletten Pits sind.
# Es fühlt sich an wie mitten im Nirgendwo, was wohl daran liegt, dass man tatsächlich mitten im Nirgendwo ist - statt Handynetz gab es auf der mehrstündigen Fahrt vor allem sehr viele Tiere zu bestaunen.
# track-walk-snowshoe-9407
# track-walk-snowshoe-9177
# track-walk-snowshoe-5620
# Go Big, Look Ahead, USA #1!
# Die Streckenbauer haben sich das Motto des Schildes scheinbar zu Herzen genommen - blickt man aus dem Starthäuschen nach vorne, dann sieht man, dass es gleich ganz schön big zur Sache geht.
# Der riesige Hip Sprung direkt nach dem Start hat es mehr als in sich.
# Man könnte meinen, dass der Absprung von der NASA als Raketenabschussrampe konstruiert wurde - mehrere Meter hoch zeigt dieser nämlich fast senkrecht in den Himmel. Bei voller Renngeschwindigkeit ist man hierfür vermutlich viel viel viel viel viel zu schnell.
# Aaron Gwin steht in Snowshoe besonders im Fokus - der Amerikaner will bei seinem Heimrennen zeigen, was in ihm steckt!
# Nach dem Startsprung fährt man eine langgezogene Kurve über eine relativ ruppige Wiese …
# … und muss dann zum zweiten Mal innerhalb weniger Sekunden in bester DHL-Manier senden - dieses Roadgap ist ganz schön riesig!
# Nach diesem mehr als aufregenden Start geht es in den Wald und damit etwas gemächlicher zur Sache - doch der Schein trügt.
# Nach einer langgezogenen und relativ flachen Linkskurve …
# … rast man auf einen Stepdown zu, um anschließend mit Warp 3 durch den Wald zu schießen.
# Greg Minnaar ist bereits in Snowshoe Rennen gefahren - wirklich dran erinnern konnte er sich aber nicht.
# Gregs Teamkollege Loris Vergier hat nicht nur einen ziemlich schicken neuen Wanderstock, sondern auch eine frische Verletzung - bei seinem Sturz im WM-Finale hat er sich wohl eine Sehne in der Hand gerissen. Wie sehr er in Snowshoe attackieren kann, ist derzeit noch unklar.
# Die Zeichen stehen auf Herbst!
# Teilweise läuft die World Cup-Piste auf der Bike Park-Strecke Hare Ball entlang - die Streckenbauer haben sich aber größte Mühe gegeben, eine absolut World Cup-taugliche Strecke auf die Beine zu stellen!

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