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Gehrig-Twins-Blog: EWS #7 Northstar – Sonne, Staub & Steinfelder

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Und schon steht die vorletzte Runde der Enduro World Series 2019 an. Verrückt, wie schnell die Saison sich nun bereits dem Ende neigt! Da wir bereits vor zwei Jahren an der California Enduro Series in Northstar am Rennen teilgenommen haben, sind wir mit der Region bereits vertraut und freuen uns, dahin zurückzukehren. Das letzte Mal, als wir dort Rennen gefahren sind, konnten wir so richtig punkten und einen schönen großen amerikanischen Scheck mit nach Hause nehmen, dies gilt es natürlich möglichst zu wiederholen!

Gehrig Twins: EWS Northstar Mashup von IBC_RedaktionMehr Mountainbike-Videos

Nach einem langen Reisetag am Montag kommen wir erst um Mitternacht in Truckee, Northstar an und legen uns direkt ins Bett. Wir sind alle sehr müde vom langen Tag und die Whistler-Biketage stecken uns auch noch in den Knochen. Es ist uns bewusst, das wir uns als Rennvorbereitung sehr bewusst ERHOLUNG einbauen müssen …

Um die Beine etwas zu vertreten, schnappen wir uns am nächsten Tag unsere Bikes und kurbeln zum Tahoe Crest Trail hoch, von dort aus hat man uns grandiose Aussicht auf den bekannten Lake Tahoe versprochen. Wir werden nicht enttäuscht und genießen, was wir zu sehen bekommen! Das anschliessende Bad im kühlen See und ein Powernap tut der Seele gut und hilft uns etwas anzuklimatisieren. Northstar liegt auf 1930 m über Meer und wegen der unglaublichen Trockenheit der Luft fühlt sich das noch etwas kräftezehrender an als in Europa auf derselben Höhe. Schwierig sich vorzustellen, dass in der fast schon wüstenartigen Region im Winter auf dem Berg bis zu 7 m akkumulierter Schnee liegt.

# Akklimatisationsride auf dem Tahoe Rim Trail. Nicht nur schöne Aussichten, auch ganz schön hoch – hier auf fast 2600 m
# Team Norco Twins Racing mit Mechaniker Jey
# Wunderbar, wenn man durch die Rennfahrerei an so schöne Orte wie Lake Tahoe gelangt!
Diashow: Gehrig-Twins-Blog - EWS #7 Northstar – Sonne, Staub & Steinfelder
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# Vorbereitung ist alles. Jegliches Material, das während dem Rennen benötigt werden könnte, ist griffbereit

Am Mittwoch können wir dank des EWS Shakedown Days ein paar Runden im Bikepark drehen, um uns mit dem verrückten, sandigen Boden wieder etwas vertraut zu machen. Wir können es kaum glauben, aber es scheint noch staubiger zu sein als bei unserem letzten Besuch! Nach einigen Abfahrten fühlen wir uns mit dem Untergrund wieder etwas vertrauter. Der tiefe Staub macht Fahrten hintereinander zwar absolut unmöglich, aber wir haben mit den anderen Fahrern Spaß auf dem Trail.

# Hintereinander zu fahren war ein Ding der Unmöglichkeit im Training

Im Training am Freitag können wir fast alle Stages direkt vom Lift erreichen und müssen nur kurze Liaisons selbst pedalieren. Trotzdem gestaltet sich der Tag als viel anstrengender als angenommen, die unzähligen Rockgardens auf den Stages machen uns das Leben schwer und es ist ziemlich schwierig, sich effizient durch das Training zu bewegen. Den meisten Fahrern steht ein großes Fragezeichen auf der Stirn und noch kaum jemals zuvor wurde im Training bei so vielen Passagen wieder hochgeschoben, um die Passage nochmals zu fahren.

# Viele Fahrer waren auf dem Trackwalk anzutreffen, die Strecken waren sehr nahe beieinander. So war es recht einfach zu diesen zu gelangen
# Megan und Steven sind die Organisatoren der California Enduro Series. Vor Jahren durften wir bei ihnen spontan die Couch crashen – dass sie die EWS nach Kalifornien holen würden, hätten wir da nie gedacht
# Streckencheck in Twins-Manier

Zum Glück merken wir, dass es fast allen so geht und das beruhigt uns etwas. Dennoch sind wir am Abend nach dem Training ziemlich müde und froh, ohne Stürze durch gekommen zu sein. Das Programm für den ersten Renntag am Samstag schaut etwas anders aus, als wir uns das gewohnt sind. Am Morgen steht noch das Training zur Stage 4 an, bevor es am Nachmittag auf Stage 1 & 2 bereits ans Eingemachte geht. Der Start der vierten Stage ist spektakulär und ehrlich gesagt etwas furchteinflößend!

# Point and Shoot: diese Passage hat für Spektakel gesorgt und mancher Fahrer wurde etwas nervös angesichts dieses wilden Starts
# Zwar gab es teilweise Linien die klar ersichtlich waren, doch manchmal hat es sich wie in einem Irrgarten angefühlt
# Anita hat ihre neuen DT Swiss Carbon Laufräder aufs Übelste getestet, den Rockgarden auf der Felge haben sie überlebt. Prädikat: Ausgezeichnet

Es wird auf einem großen Fels gestartet und führt direkt in eine mit Felsen und losen Steinen gespickte, steile Abfahrt, bei der man immer mehr Fahrt aufnimmt und im Ausgang eine Punktlandung zwischen zwei Felsen durch landen muss. Anita fühlt sich etwas in ihr Chile Mega Crash-Szenario zurückversetzt und muss zuerst ihre Angst überwinden. Obwohl wir den oberen Teil sogar explizit zweimal fahren dürfen, mache ich das so wie viele andere Fahrer nicht, dort ein zweites Mal im Rennen runterfahren zu müssen reicht mir aus! Im Rennfokus gelingt mir das meist sowieso besser als im Training und etwas Angst kann ich auch nicht abstreiten …

Den ersten Renntag starten wir mit zwei Stages die direkt vom Lift erreichbar sind, vom Start der ersten Stage bis zur Zieleinfahrt verstreichen kaum zwei Stunden. Mir gelingt auf beiden Stages eine gute Fahrt und ich kann meine Linien ziemlich präzise halten, zum ersten Mal in diesem Jahr schaffe ich es mit dem neunten Platz wieder mal die Top 10 auf der Tagesabrechnung zu knacken. Endlich! Für Anita läuft es zwar nicht ganz so gut, da sich in der ersten Stage eine Wurzel um ihre Hinterradachse verwickelt und sie dadurch etwas behindert ist. In der zweiten Stage hört sie das berüchtigte „pfffsschchh“ und merkt, wie ihr Hinterrad zunehmend Luft verliert, der Rockgarden in der Mitte der Stage fährt sich auch nicht einfacher ohne Luft im Rad und somit muss sie sich mit einem elften Platz nach Tag eins zufrieden geben. Dank Cushcore ist das Carbon-Hinterrad unversehrt und für den zweiten Renntag parat!

# Diese Passage auf Stage 2 hatte etwa 5 verschiedene Linien, wir haben die direkte, aber sichere Linie gewählt
# Die Stages in Northstar waren zwischen 1.5 und 5 km lang

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