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RNZ-Serie "Zehn Fragen, zehn Antworten": "Bezahlbarer Wohnraum steht an erster Stelle"

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Von Axel Sturm

Ladenburg. Die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Gudrun Ruster (66), ist seit 1999 bei den Freien Wählern aktiv. 2004 wurde sie zur Fraktionssprecherin gewählt. Die Erste Bürgermeisterstellvertreterin hat ein Ohr für die Anliegen der Bürger. Die Gründerin eines Radsportgeschäfts kümmert sich aber auch um die Interessen der BDS-Mitglieder. Denn als ehemalige Inhaberin eines mittelständigen Betriebs weiß sie, wo den Selbstständigen der Schuh drückt.

Frau Ruster, das Jahr ist noch nicht so alt. Nennen Sie drei Wünsche, die für Ladenburg im Jahr 2019 in Erfüllung gehen sollten.

Das ist erstens die Verbesserung der Barrierefreiheit an zahlreichen Stellen innerhalb unserer Stadt. Auch die zügige Umsetzung anstehender Maßnahmen, wie die Sanierung der Feldwege und Straßen, ist den Freien Wählern wichtig. Der dritte Punkt betrifft die Finanzen. Die Stabilität in Sachen Steuereinnahmen ist für Ladenburg besonders wichtig.

Ein Blick zurück. Wie war aus Ihrer Sicht die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister?

Gut und konstruktiv.

Die Kommunalwahlen stehen im Mai an. Was sind die Ziele der Freien Wähler, was die Sitzanzahl betrifft?

Wir möchten nach der Gemeinderatswahl wieder mit vier Sitzen im Gemeinderat vertreten sein.

Wann stellen Sie Ihr Personalangebot der Öffentlichkeit vor?

Dies wird im März sein.

Welche Wahlkampfthemen sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten?

Sicher gibt es mehrere Themen, die uns wichtig sind. Das Thema bezahlbarer Wohnraum steht an erster Stelle. Bedeutung hat auch die Verbesserung des Angebots der Kinder- und Jugendbetreuung. Wir setzen uns außerdem für ein seniorengerechtes Ladenburg ein. Schließlich gilt es, eine zeitgerechte Anpassung an die veränderte Infrastruktur anzupacken.

Ist aus Ihrer Sicht der Sporthallenbau in trockenen Tüchern? Haben Sie einen Standortwunsch?

In der Gemeinderatssitzung vom 24. Oktober 2018 wurde der einstimmige Beschluss gefasst, ein Planungsbüro zu beauftragen, welches in einer Machbarkeitsstudie die möglichen Standorte prüfen soll. Sobald mir das Prüfergebnis vorliegt, werde ich mich für die variabelste Lösung entscheiden.

Ist der Bevölkerungszuwachs von bis zu 2500 Bürgerinnen und Bürgern eine Chance oder eher eine Belastung für Ladenburg?

Ich würde sagen beides. Natürlich werden zusätzliche Belastungen in der Infrastruktur auf uns zu kommen. Mit den Themen Verkehr, Umwelt, Aufstockung der Personaldecke im Rathaus und Bauhof spreche ich nur einen kleinen Teil der Herausforderungen an, welche zukünftig für Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat zur Lösung anstehen. Im Endeffekt sollte sich diese städtische Entwicklung jedoch positiv auf unsere Stadt auswirken.

Was sind aus Ihrer Sicht die drei größten Herausforderungen, die Ladenburg mittelfristig bewältigen sollte?

Das wäre erstens Ladenburgs Attraktivität als Lebens-, Industrie- und Wirtschaftsstandort mit Hilfe einer gezielten Wirtschaftsförderung zu steigern. Dann sollte der Neubau der Sporthalle umgesetzt werden. Herausforderungen sind auch die Erhaltung der freiwilligen Einrichtungen, wie das Freibad, die städtische Musikschule und das Lobdengau-Museum.

Welche Schlagzeile würden Sie im Jahr 2019 gerne lesen, was Ladenburg betrifft?

"Dank stabilem Steuereinkommen werden Wünsche wahr."

Was wünschen Sie sich für bundespolitische Botschaften?

Eine Kostenübernahme der Kinderbetreuung durch Land und Bund sowie bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn für das Krankenhauspersonal.

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