Feuerwehr Gaiberg: Bis 2023 muss eine Lösung her
Von Karin Katzenberger-Ruf
Gaiberg. Beim Löschangriff rücken die Jugendlichen mit dem Einsatzfahrzeug an und die "Bambini" mit dem Bollerwagen. D-Rohre richtig zusammenzuschrauben ist Sinn der Schauübung bei der Freiwilligen Feuerwehr in Gaiberg, die ganz ohne Flammen über die Bühne geht. Die Übung, Rundfahrten mit einem Feuerwehrauto und Live-Musik mit der Band "Spirits" gehören zum Programm beim ersten Herbstfest der Wehr. Neuer Wein, Zwiebelkuchen von der örtlichen Bäckerei, selbst zubereitete Kartoffel- und Kürbissuppe sowie Kaffee und Kuchen genießen die Gäste bei strahlender Herbstsonne unter freiem Himmel. Erst gegen Abend rücken sie im Zelt beziehungsweise an der Blaulicht-Bar enger zusammen.
Die Freiwillige Feuerwehr in Gaiberg veranstaltete bisher stets ein Sommerfest im Juli. Ob es bei der Variante im Oktober bleibt, muss demnächst entschieden werden. "Schließlich ist der Monat selten so sonnig und warm, aber im Juli war es auch öfters kühl und regnerisch", meint Kommandant Peter Klehr. In den Fahrzeughallen zu feiern, wäre seinen Worten nach keine Alternative. Die seien dafür zu klein.
Dass dort die längeren Einsatzfahrzeuge moderner Bauart nicht mehr hineinpassen werden, ist übrigens auch der Grund dafür, dass die Wehr ihren Standort "In den Petersgärten" vermutlich verlassen muss. Ein Neubau im künftigen Neubaugebiet, der an die zwei Millionen Euro kosten könnte, scheint nach jetzigem Stand eher machbar als eine Sanierung des alten Feuerwehrhauses. Dort gibt es zwar einen Gruppenraum, aber nicht mal eine Umkleide. "Bis 2023 müssen wir eine Lösung finden", sagt Kommandant Klehr.
Dennoch ist seine Wehr mit rund 40 Aktiven recht gut aufgestellt. Rund 20 Jungen und Mädchen engagieren sich unter Leitung von Linus Dasting, Lisa Wiener und Simon Diemer in der Jugendfeuerwehr. Seit dem Jahr 2010 gibt es außerdem die "Bambini"-Feuerwehr. In dieser etwa 16-köpfigen Gruppe lernen schon die Kleinsten spielerisch den Dienst am Nächsten.
Den letzten Großeinsatz in Gaiberg hatte die Wehr bei einem Wohnhausbrand im Januar des vergangenen Jahres. Ansonsten half sie öfters bei Einsätzen in den Nachbargemeinden.

