Der Sultan, der ein Sklave war
In der Schachgeschichte spielte Mir Sultan Khan eher eine mysteriöse Rolle, als er sich zwischen 1928 und 1933 für fünf Jahre in Europa aufhielt und dort, mit Turban und stets hieratischer Haltung, die angestammten Eliten im Schach ärgern konnte. Sein Name „Sultan“ ist insofern irreführend, da es sich bei diesem Schachmeister nicht um einen Sultan handelte, sondern um einen im indischen Kastensystem ganz untenstehenden Sklaven, der im Gefolge seines Herrn, dem prahlerischen Maharadscha Nawab Sir Malik Umar Hayat Khan, nach Europa kam. Geboren in Punjab, damals eine Provinz Großbritanniens und zu Britisch-Indien gehörig, das heute zwischen Indien und Pakistan aufgeteilt

