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„Ich finde es schade, dass ich nicht mehr für Deizisau spielen kann.“

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ein Beitrag von mw „Ich finde es schade, dass ich nicht mehr für Deizisau spielen kann.“ - so äußerte sich GM Matthias Blübaum im svw.info-Interview:  Abschied von seinem Bundesligateam. Wie sehr das Geld aus Württemberg beim Kampf um die WM-Teilnahme geholfen hat – und warum er sich auf seinen Auftritt in Esslingen freut. 

„Ich finde es schade, dass ich nicht mehr für Deizisau spielen kann.“ - so äußerte sich GM Matthias Blübaum im svw.info-Interview:  Abschied von seinem Bundesligateam. Wie sehr das Geld aus Württemberg beim Kampf um die WM-Teilnahme geholfen hat – und warum er sich auf seinen Auftritt in Esslingen freut. 

Er ist zwar Ostwestfale – aber Württemberg ist längst wie seine zweite Heimat. Das hat Matthias Blübaum mal gesagt. Das liegt auch daran, dass er seit 2017 für die Schachfreunde Deizisau in der Bundesliga spielt – oder besser gesagt: gespielt hat. Dazu, wie sehr auch ihn den Rückzug des Vereins aus der Schach-Bundesliga kalt erwischt hat, befragte unser freier Mitarbeiter Matthias Wolf den Großmeister. Aber auch über einen weiteren aktuellen Anlass: Der 29-Jährige kommt am Wochenende nach Württemberg. Von Zypern (Kandidatenturnier), über Berlin (Bundesliga-Endrunde) – nach Esslingen (zum Simultan). Für die Schachfans in der Region gibt es also die einmalige Chance, am Samstag, 9. Mai, den ersten deutschen WM-Kandidaten seit über 30 Jahren hautnah zu erleben. Autogramme, Selfies – alles möglich. Und natürlich Fragen zu stellen zum Schach-Top-Event des Jahres, das der SVW maßgeblich mitfinanziert hat – und über das Blübaum ehrlich sagt: „Ich hatte nie wirklich Chancen auf den Turniersieg.“ 
Matthias Blübaum spielt das Simultan-Turnier beim SK Freibauer Esslingen (ab 10 Uhr, Aula des Georgii-Gymnasiums) und taucht auch am Abend vorher schon ins Vereinsleben ab. Nach stressigen Wochen ist er zwar an 40 Brettern noch einmal richtig gefordert – aber der Auftritt fällt auch in die Phase der Regeneration, als es weniger um Spaß, als um Top-Leistungen ging. Er müsse, so Blübaum, jetzt mal ein bisschen durchschnaufen. Sein nächstes großes, klassisches Turnier spielt er erst im Juli im schweizerischen Biel – womit auch klar ist: Bei den Deutschen Meisterschaften in Dresden, im Rahmen des Gipfels, werden die Fans Blübaum nicht erleben können. Bestimmt ein Grund mehr, mal in Esslingen vorbei zu schauen. Der Eintritt ist frei. 

Matthias, am Wochenende gibst Du eine Simultanveranstaltung in Esslingen. Wie wichtig sind Dir solche Kontakte an die Basis?
Simultanveranstaltungen machen mir immer sehr viel Spaß. In diesem Fall jetzt werde ich auch am Freitagabend noch beim Vereinsabend da sein. Es ist immer schön, nochmal das normale Vereinsleben zu sehen.

Was gibt Dir so ein Event? Und ist Simultan sehr anstrengend?
Ja, so ein Simultan ist schon immer recht anstrengend. Mehrere Stunden immer wieder im Kreis rumzulaufen und zu versuchen, nichts einzustellen – das ist auf lange Sicht schon anstrengend, aber macht auch viel Spaß.

Die Fans in Esslingen werden Dich zweifellos mit Fragen zum Kandidatenturnier löchern. Du bist Sechster geworden. Wie hast Du das Turnier mittlerweile verarbeitet? Wie zufrieden bist Du mit Deiner Leistung? 
Natürlich hätte ich mir es auch sehr gewünscht, ein paar Partien zu gewinnen, aber im Großen und Ganzen war es okay.

Was wird Dir von dem Turnier auf Zypern besonders in Erinnerungen bleiben?
Ich glaube so ein wichtiges Turnier werde ich nie vergessen. Ich denke, vor allem einfach die Atmosphäre bei diesem Event wird mir in Erinnerung bleiben.

Wie waren die ersten Tage danach? Wie lange hast Du gebraucht, um Dich von den 14 Runden zu erholen?
Die ersten Tage danach wollte ich mich einfach nur ausruhen, aber irgendwas ist natürlich immer los - und die Bundesliga kam ja auch schon sehr bald nach dem Kandidatenturnier. Inzwischen habe ich mich aber, denke ich zumindest, halbwegs davon erholt.

Über das Crowdfunding des Schachverbandes Württemberg in Zusammenarbeit mit dem DSB ist sehr viel Geld für die Mission Kandidatenturnier zusammengekommen. Wie sehr hat das Dir und Deinem Team geholfen, vor und während des Kandidatenturniers?
Das Geld hat sehr geholfen, vor allem in der Vorbereitungsphase, da ich mir deutlich weniger Gedanken darüber machen musste, wie teuer Trainingslager sind.

Für was und wen wurde das Geld eingesetzt? Bisher kennen wir ja nur Rasmus Svane aus Deinem Team. Wer war sonst noch dabei?
Der Hauptteil des Geldes wurde als Honorar für meine Sekundanten benutzt, also Rasmus Svane und auch Frederik Svane und Dmitrij Kollars. Die haben in Thailand remote gearbeitet während des Kandidatenturniers. 

Du hast eine enge Beziehung nach Württemberg durch Deine Zeit bei den Schachfreunden Deizisau. Wie sehr hat Dich der Bundesliga-Rückzug überrascht?
Tatsächlich wusste ich bis zum 01. Mai selbst nichts von dem Rückzug meines Vereins. Ich finde es natürlich schade, da ich jetzt schon echt sehr lange beim Verein dabei war - ich bin ja bereits 2017 zu Deizisau gewechselt.

Wo werden wir Dich künftig in der Bundesliga sehen können?
Ich werde aller Vorrausicht nach auch in den nächsten Saison in der Bundesliga spielen - möchte aber noch nichts verraten, bevor es nicht offiziell ist.

Matthias Blübaum - © Yoav Nis / FIDE Candidates, Zypern

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