Endrunde der Schachbundesliga in Berlin
An diesem Wochenende erlebt die Schachbundesliga, „die stärkste Schachliga der Welt“, wie sie sich selber nennt, den Höhepunkt der diesjährigen Meisterschaftssaison: die drei Schlussrunden in der zentralen Veranstaltung im Berliner Willy-Brandt-Haus. Viele schachbegeisterte Zuschauerinnen und Zuschauer aus allen Himmelsrichtungen werden eine euphorisierende Atmosphäre genießen können die so manchen Wettkämpfer, so manche Schachspielerin anstecken und inspirieren wird. Das Schachfieber wird so manchen Erfolg zusätzlich befeuern, so manche Enttäuschung vielleicht mildern. Es gibt „Favoriten“ für den Abstieg aus der Liga, aber es gibt auch einen Verein, der den Sekt für die Meisterfeier schon mal kaltstellen kann: Der SC Viernheim. Die Südhessen führen die Tabelle mit drei Mannschafts- und siebeneinhalb Brettpunkten praktisch uneinholbar an. Wirklich uneinholbar? Wenn sie straucheln, z.B. am ersten der drei Schlusstage, an dem sie es mit dem völlig überraschend erfolgreichen Newcomer der Liga, den in der Tabelle an dritter Stelle liegenden Schachfreunden Wolfhagen zu tun bekommen – dann würde es nochmal richtig spannend, denn auf Platz zwei lauert immer noch der bisher erfolgreichste Schachverein Deutschlands , die OSG Baden-Baden. Nach einem möglichen, ja, wahrscheinlichen Sieg gegen den abstiegsgefährdeten SC Heimbach-Weis-Neuwied wartet der achtzehnfache Rekordmeister von der Oos am zweiten Tag, Samstag, auf eine vielleicht letzte Chance, doch noch auf Viernheim aufzuschließen: Mit einem Triumph über den Schachclub von der Bergstraße, in der direkten Begegnung. Aber auch Baden-Baden muss in der letzten Runde der Saison noch gegen Wolfhagen bestehen. Der Verein der nordhessischen Fachwerkstadt wird es nochmal wissen wollen, bevor er sich, ebenso überraschend wie er gekommen ist, wieder aus der Schachbundesliga zurückziehen wird.
Mit das Spannendste an diesem Wochenende ist aus OSG-Sicht die Frage, ob es Teamchef Sven Noppes zum Abschluss des diesjährigen Meisterschaftsreigens noch einmal gelingen wird, den ein oder anderen Akteur aus der absoluten Weltspitze ans Brett zu bekommen, z. Bsp. den überragenden Sieger des kürzlich beendeten Kandidatenturniers der Weltmeisterschaft, Javokhir Sindarov oder die deutsche Nummer eins, Vincent Keymer, aktuell auf Platz sieben der FIDE-Weltrangliste.
Gespielt wird im Willy-Brandt-Haus morgen, Freitag d.24.4. ab 16.00 Uhr, auch übermorgen, Sa.25.4. ab 14.00 Uhr und So.26.4. ab 10.00 Uhr.
Die Partien werden live auf schachbundesliga.de, lichess.org und chess.com übertragen.
Walter Siemon
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