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OSG-Frauen wieder Vizemeisterinnen

Schach Frauenbundesliga: Der einstige Seriensieger, die OSG Baden-Baden, wurde vergangenes Wochenende zum vierten Mal hintereinander Vizemeister. Im selben Zeitraum dominierte der SK Schwäbisch Hall drei Mal. So auch in dieser Saison. “Die haben Ihr Ding durchgezogen“ kommentierte OSG-Teamchef Thilo Gubler anerkennend die Vortstellung des schwäbischen Vereins, der alle Kämpfe der Saison für sich entschied und mit vier Mannschafts- und fünfeinhalb Brettpunkten Vorsprung überlegen den Meisterpokal eroberte. Immerhin konnte sich die OSG in den drei Schlussrunden trotz einer knappen Niederlage gegen Titelverteidiger und Gastgeber SC Bad Königshofen mit einem Mannschafts- und einem halben Brettpunkt Abstand noch den zweiten Platz sichern. Komfortable Siege gegen den SK Freiburg-Zähringen und die Rodewischer Schachmiezen hatten es ermöglicht. Mit drei Siegen am Brett stach die frischgebackene Mutter,  Großmeisterin Elisabeth Pähtz, auf Mannschaftsposition zwei in den drei Schlussrunden hervor, auch, wenn ein Punkt kampflos gewonnen wurde, weil die Gegnerin wegen Anreiseschwierigkeiten nicht antreten konnte.

Nach Mutterfreuden sofort wieder konzentriert und erfolgreich am Schachbrett: Großmeisterin Elisabeth Pähtz (Foto W. Siemon)

Was aber war im Saisonverlauf der Unterschied zu früheren Zeiten, als die OSG-Damen eine ähnliche Dominanz ausübten, wie aktuell der SK Schwäbisch Hall? Zunächst einmal sind Schachspielerinnen keine Maschinen, sondern aufgrund vielfältiger Faktoren im Laufe der Jahre Schwankungen in der persönlichen Spielstärke unterworfen. Auch können sich die Gegnerinnen umso besser auf die jeweiligen Spielstile ihrer Gegenüber einstellen, je länger deren Karriere dauert. Siegesserien mit neuneinhalb Punkten aus elf Partien, wie es schon vorgekommen ist, lassen sich nicht immer wiederholen, auch, wenn z.B. sechs Punkte aus neun Partien in der Summe immer noch ein sehr gutes Ergebnis darstellen. Der entscheidende Umstand, der Thilo Gubler die Saison über das Leben schwer machte, war der Mangel an Einsatzmöglichkeiten der etatmäßig an den Brettern eins bis sechs gemeldeten internationalen Spitzenkräfte. Nur zwei von ihnen haben insgesamt vier Spiele bestritten und verhältnismäßig bescheidene zwei Punkte geholt. Aus den gemeldeten Positionen acht bis sechzehn rekrutierte sich der Mannschaftsstamm, der weitgehend regelmäßig kämpfte. Ohne Zweifel allesamt sehr starke Spielerinnen mit Meistertiteln der Weltschachorganisation, einige von Ihnen auch in den zurückliegenden OSG-Glanzzeiten regelmäßig dabei, aber von den drei oder vier in der Weltrangliste circa zwanzig Plätze höher platzierten Namen stand niemand zur Verfügung. Umgekehrt das Bild bei Schwäbisch Hall: Nicht unbedingt durchweg höher platzierte Spielerinnen der Weltrangliste, aber im Prinzip regelmäßig die Akteurinnen der Bretter eins bis sechs, ein Ensemble von verlässlicher Geschlossenheit, von denen vier Spielerinnen den Kern der Frauen-Nationalmannschaft Georgiens bilden, die auch international als Team auftreten. Der Einsatz der Bretter sieben bis sechzehn fand eher sporadisch statt.

Warum sich solche Entwicklungen ergeben haben, und wie man die Ausgangssituation verlässlich optimieren kann, wird bei der OSG ab sofort analysiert werden.

Einstweilen gilt der Glückwunsch der OSG Baden-Baden an die neuen deutschen Meisterinnen aus Schwäbisch Hall.

Walter Siemon

 

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