Drei aus sechs - und das Liga-Orakel: So spannend war der Abstiegskrimi in der Frauen-Bundesliga noch nie.
Selbst der Tabellenletzte ist noch nicht hoffnungslos. Oder, wie man so schön sagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Mut macht der einzige Saisonsieg – errungen gegen die Rodewischer Schachmiezen. „Das hat gezeigt: An guten Tagen ist alles möglich, auch aus der Außenseiterrolle heraus“, sagt Raj Tischbierek. Der Großmeister ist Trainer der Bundesliga-Frauen aus Berlin, bereitet das Ensemble des SC Kreuzberg auch auf die drei finalen Runden vor. Die Endrunde in Bad Königshofen ab dem heutigen Freitag (bis Sonntag) wird ein Abstiegskrimi par excellence. Sechs Mannschaften mit maximal sechs Mannschaftspunkten sind mittendrin – drei wird es erwischen. Daraus bezieht die Liga, bei denen der Vorsprung des SK Schwäbisch Hall (zwei Mannschaftspunkte vor Baden-Baden) uneinholbar erscheint. Im tiefen Keller aber gibt es viele direkte Duelle, in denen mancher, der sich jetzt sicher wähnt, noch unter den Strich fallen kann – und den Weg in die Zweitklassigkeit antreten muss. „Es gibt einige Mannschaften in dieser Liga, die spielerisch durchaus auf einem Level sind, die Unterschiede sind wirklich nur sehr gering“, sagt Tischbierek, „da haben einige vor allem aufgrund ihres großen Kampfgeistes und ihrer Einstellung wichtige Punkte geholt.“ Vor allem das junge Ensemble des Chemnitzer SC Aufbau habe ihm hier stark imponiert.

