Letzter Punktspieltag - Entspannter Abschluß einer wirklich guten Serie
Eine Serie, in der die Schachfreunde Hettstedt so erfolgreich waren, wie schon lange nicht mehr, ist mit dem letzten Punktspieltag harmonisch ausgeklungen.
Hettstedts Erste war in die Verbandsliga, die höchste Spielklasse Sachsen-Anhalts, aufgestiegen. Und es war klar, dass ein Klassenerhalt nur möglich sein würde, wenn es den besten Spielern gelingt, regelmässig an den Spieltagen am Brett zu sitzen. Das ist nicht immer einfach, denn einige Spieler wohnen mittlerweile nicht mehr in Hettstedt und unternehmen weite Fahrten für ihre Partien. Doch der Einsatz lohnte sich - Hettstedt startete gut, war danach nie in akuter Abstiegsgefahr, zwischenzeitlich sogar auf Platz 3 und behauptete sich tapfer im starken Feld.
Durch die gute Position waren auch zwei knappe Niederlagen in der finalen Doppelrunde von jeweils 3,5 : 4,5 gegen Gräfenhainichen und Köthen kein Problem. Die Verbandsliga spielt immer diese abschließende Doppelrunde am Samstag und Sonntag, bei der alle Mannschaften nochmal gemeinsam an einem zentralen Ort zusammentreffen. Diesmal stellte Magdeburg einen Saal zur Verfügung, der sehr würdevoll war, aber etwas düster wurde, sobald sich Wolken vor die Sonne schoben.
Einige Schachfreunde waren gezwungen, mit grünen Figuren auf grünen Schachbrettern zu spielen. Das war sehr speziell und zum Glück betraf es nicht uns. Ein schöner Aspekt der zentralen Runde ist aber, dass man viele liebe Schachfreunde aus den befreundeten Vereinen wiedersehen kann.
Mannschaftsleiter Aaron Gröbel erzielte am Spitzenbrett das herausragende Ergebnis der Serie mit 8 Punkten aus 9 Partien. Mit gleicher Ausbeute beendete Dirk Michael die Serie. Die Mannschaft wurde Fünfter.
In der Bezirksoberliga empfing Hettstedts Zweite die Gäste aus Granschütz, die allerdings zwei der acht Bretter unbesetzt lassen mussten. Dieser Mangel an Fachkräften sorgte für kampflose Hettstedter Punkte durch Franziska Becker und Detlef Friedrich. Die Vorlage vollendeten dann Reinhold Steudner und Hartmut Schubert durch Siege - und mit den Remis von Frank Kuberkiewicz und Erik Seidemann endete der Wettkampf mit 5 : 3 für Hettstedt.
Eingesetzt wurden im Saisonverlauf 16 Spieler, die alle solide punkteten. Und fast jede der munter wechselnden Besetzungen erwies sich als erfreulich widerstandsfähig. In den letzten Jahren war die Zweite oft permanent in Abstiegsgefahr, so dass der vierte Platz als höchst erfreuliches Zeichen einer neuen Stabilität gelten mag.
Auch in der Bezirksliga war im Saisonverlauf eine bunte Mischung aus 17 Spielern der Schachfreunde Hettstedt in den Punktspielen im Einsatz. Gespielt wird hier an 6 Brettern. Die Konstanten im Team waren Mannschaftsleiter Florian Manteuffel und Senior Jürgen Kaschuba, der mit 4,5 aus 8 das beste Einzelergebnis erzielte. Sehr stark zeigte sich nach langer Pause auch wieder Reiner Britten (der als Nachrücker mehrmals die Zweite verstärkte) und insgesamt 6 Punkte in 7 Partien eroberte.
Das letzte Punktspiel gegen Bad Dürrenberg ging mit 1,5 : 4,5 unerwartet deutlich verloren. Es siegte Gunnar Dockhorn, Remis Florian Manteuffel. Doch der sechste Platz in der Abschlußtabelle ist ein völlig zufrieden stellendes Ergebnis.
Zum Bewährungsfeld der Nachwuchsspieler wurde die vierte Mannschaft der Schachfreunde Hettstedt in der Bezirksklasse.
Exemplarisch dafür war das Spiel eines sehr jungen Quartetts gegen die favorisierten Routiniers von der SG Bischofrode. Die Kinder erwiesen sich als zähe Kontrahenten, sammelten 1,5 Punkte (von 4) und wertvolle Erfahrungen.
Es siegte Darius Rümpler, Remis erkämpfte Julia Kolditz.
In dieser Liga steht das letzte Spiel noch aus. Am 26. April empfängt Hettstedt den Reideburger SV.

