41. BSGW-Open
Am vergangenen Wochenende fand das traditionelle und mittlerweile 41. BSGW-Open in Eltersdorf statt. Der besondere Charm dieses Turniers ist die Begrenzung der Spielstärke auf 2100 DWZ, also das ideale Breitenschach-Turnier. Von uns waren Thomas H., Alex P., Maxi M., Laurin S., Tim H. und Michi dabei. Am Ende ließen sich einige Ergebnisse durchaus sehen.
Wie sehr das allgemeine Niveau mittlerweile durch unbegrenztes und leicht zugängliches Wissen im Internet gestiegen ist, musste Alex P. direkt in der ersten Runde feststellen. Er überzog seine ausgeglichene Stellung, musste dabei einen Bauern spucken und verlor am Ende gegen seinen Gegner mit knapp 1450 DWZ, der das Endspiel sauber runterspielte. Bei weitem nicht die einzige Überraschung in Runde 1, in der die DWZ-Unterschiede von 500 bis über 700 reichten. Beispielsweise ein Spieler unter 1000 DWZ besiegte mit Schwarz seinen über 700 Punkte höher gelisteten Gegner.
Tim spielte wieder ein sehr solides Turnier. Bis dahin noch ohne Wertungszahlt, remisierte er u.a. gegen einen 1600er, besiegte am Ende einen 1500er und bekam dadurch mit 3,0/5 seine erste DWZ von 1435. Maxi spielte ein relativ normales Turnier, er gewann gegen 2 schwächere, verlor gegen 2 stärkere und remisierte einmal. Mit 2,5/5 gab es aber ein DWZ-Plus von knapp 30 Punkten. Laurin hatte sich kurzfristig dazu entschieden mitzuspielen und es hatte sich gelohnt. Mit 2 Siegpartien und damit 2,0/5 reichte es für den 1. Platz in der U1200-Kategorie. Michi zählte mit Thomas zum erweiterten Kreis der Favoriten nach Setzliste. Allerdings ließ er sich besonders mit Weiß gegen nominell schwächere Spieler trotz aussichtsreichen Stellungen zu häufig ein Remis abklammern. Zwar ungeschlagen, aber nur 3,5/5 reichen eben nicht für weiter vorne.
Besser machte es Thomas, der ziemlich ungefährdet die ersten 4 Runden gewinnen konnte, ehe es zum Showdown der einzigen beiden Spieler mit 4,0/4 in Runde 5 kam. Die anstrengende Vormittagsrunde forderte möglicherweise ihren Tribut und Thomas unterlief direkt in der Eröffnung ein entscheidenter Fehler. Ohne großen Kampf musste er sich schließlich dem stark aufspielendem Stefan Liepold, der das Turnier verdient gewann, geschlagen geben. Am Ende der geteilte 7. Platz für Thomas und einige DWZ als Trostpflaster.

