Der Sicherheitsgurt sitzt bei Blübaum. "Er hat noch alle Chancen."
Ruhetag beim Kandidatenturnier auf Zypern. Zeit zum Durchatmen. Auch für Matthias Blübaum, den deutschen Vertreter im Konzert der Großen. Der selbst ernannte “Underdog” hat nach vier Runden fünfzig Prozent Ausbeute zu verzeichnen. Vier Partiern, vier Remis. “Hätte das vor dem Turnier einer prognostiziert, alle hätten sofort unterschrieben”, sagt DSB-Sportdirektor Kevin Högy: “Matthias kann sehr zufrieden sein. Er hat noch alle Chancen.” Denn: “Je länger das Turnier geht, umso mehr Risiko müssen seine Gegner gegen ihn gehen.” Und, das ist bekannt: Blübaum mag es, wenn ihm Favoriten ins offene Messer laufen. Er selbst hat mit seinem Team, aus dem auf Zypern nur sein Schachkumpel Rasmus Svane in Erscheinung tritt (Blübaum: “Es ist schön, jemanden hier zu haben, den ich gut kenne und der auch ein sehr guter Schachspieler ist”) offensichtlich eine klare Taktik ausgetüftelt: Safety first. Die bringt DSB-Kommentator Niclas Huschenbeth in seiner Partie-Analyse nach der Punkteteilung gegen Rameshbabu Praggnanandhaa so auf den Punkt: “Matthias bleibt seiner Linie treu, die er bisher in dem Turnier gefahren ist – das ist in erster Linie recht sicher und solide zu spielen.“

