Die neue Nationalmannschaft: Deutschland greift auch im Hochschulsport nach Medaillen.
Eine besondere Nationalmannschaft fliegt im Herbst nach China. Mit bekannten Namen aus dem deutschen Schachsport, gefördert vom Bundeskanzleramt, das die Kosten für Flüge und Unterkunft übernimmt. Aus gutem Grund: „Die Spielerinnen und Spieler treten ja nicht für ihre Unis an, sondern für Deutschland – es ist quasi die Studierenden-Nationalmannschaft“, sagt Christoph Barth. Der DSB-Beauftragte für Hochschulschach wird die Delegation leiten, die zur World University Chess Championship nach Liaocheng (11. bis 16. Oktober) reist – eine Stadt, die im innerstädtischen Zirkel schon rund 600.000 Einwohner hat, mit den umliegenden Bezirken sind es schon sechs Millionen. „Die Zusagen der Spielerinnen und Spieler, die ohne Honorar antreten werden, kamen sehr schnell“, so Barth: „Es ist einfach der Reiz auf eine spannende China-Reise mit hochklassigem Schach-Wettkampf.“ Auch der Trainer, der das Team begleiten wird, ist prominent: Nationalspieler Dimitrij Kollars, in Fachkreisen als Coach Kollars bekannt. Der Großmeister erhält sein Honorar vom Deutschen Schachbund, der auf diese Weise das Thema Hochschulschach mit einem ambitionierten Beauftragten unterstützen möchte.

