Frauen-Bundesliga: Schwäbisch Hall geht einen großen Schritt - Rotation will mitspielen.
Die Rückmeldung kam am vergangenen Samstag, 17.30 Uhr. „Wir haben uns entschieden. Die Mannschaft des SC Rotation Pankow wird in der nächsten Saison in der 1. Frauenbundesliga spielen“, schreibt Gudula Seils. Es war der Abschluss eines Nachdenken-Prozesses. Sollen sie es erneut wagen? „Wir spielten ja letztmalig in der Saison 2018/2019 in der 1. Frauenbundesliga“, so Mannschaftsleiterin Seils, „und arbeiteten seitdem in jeder Saison der 2. Frauenbundesliga auf den Staffelsieg hin. Nach mehreren Zweit- und Drittplatzierungen hat es diesmal endlich geklappt.“ Allein, es umtrieb sie einige Wochen lang – seit der Erfolg feststand - die Frage, ob sie den Aufwand nochmal betreiben, schließlich sind sie ja alle nicht mehr die Jüngsten. Genauer gesagt: Durchschnittsalter 66 Jahre. Seils: „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg, zumal der Altersunterschied zu unseren jungen Gegnerinnen oft mehr als 30 Jahre betrug.“ Während die einen also nun bereits voller Vorfreude auf die kommende Saison sind, gab es in der aktuellen Spielzeit eine Vorentscheidung: Es wirkt, als sei die Meisterfrage durch das 4,5:1,5 des SK Schwäbisch Hall gegen den punktgleichen Verfolger OSG Baden-Baden entschieden. Mario Meinel, zweiter Vorsitzender des neuen, alleinigen Tabellenführers, spricht denn auch von einem „großen, weiteren Schritt, den unser Team erreicht hat“ – zum vierten Titel in der Klubhistorie, der das Jahr des 90-jährigen Vereinsbestehens krönen soll.

