Ach, diese Lücke. Diese entsetzliche Lücke: Gut, wenn die DSAM zum Heimspiel wird...
Ach, diese Lücke. Diese entsetzliche Lücke. Nein, es geht nicht um den gleichnamigen Roman von Roman Meyerhoff, der seit einigen Wochen auch als Film in den Kinos läuft. Nein, von dieser Lücke ist in den Gesprächen mit Schachfreunden aus Hannover immer wieder die Rede. Hannover – eine Stadt mit großen Schachvereinen, aber wenigen Turnieren. Schon gar keine großen. Wie gut, dass nach 23 Jahre Pause die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft wieder Station in Niedersachsens Metropole macht. Gestern ging es los mit dem Blitzturnier, heute starten die Runden - bis Sonntag, 8. März. Hannover war 2001/2002 (der Startsaison der DSAM) und 2002/2003 bereits bei der DSAM dabei. Für zwei Hannoveraner Vereine gilt bei der Rückkehr die Devise: Wenn die DSAM zum Heimspiel wird, gibt es kein Halten mehr. Der eine, HSK Lister Turm, hat 23 Teilnehmer gemeldet, das Schachzentrum Bemerode immerhin 17. Die Akteure können mit dem Fahrrad anreisen. Hinzu kommen weitere große regionale Delegationen wie Freibauer Wedemark (11) oder die Schachfreunde Ricklingen (10), für die es auch nur ein Katzensprung ist. Es wird die Heimschläfer-DSAM. „Wir freuen uns sehr, dass die DSAM endlich auch in Hannover Station macht“, sagt Antonio Redondas, Spielleiter des HSK Lister. Er wird selbst bei der DSAM mitspielen und ist voller Vorfreude: „Für viele von uns ist dieses Turnier so etwas wie die Krone der Amateurturniere – sehr beliebt, hervorragend organisiert und mit kompakten Gruppen, die spannende und ausgeglichene Partien ermöglichen.“ Marcel Lange vom Schachzentrum Bemerode ergänzt: „Selbst ein solches Turnier auszurichten ist in der heutigen Zeit eigentlich unmöglich“, so der Vereinschef, „Sponsorensuche, Räumlichkeiten, ein Organisationsteam - der ganze Zeitaufwand ist nicht zu stemmen. Wunderbar, dass das DSAM-Team bei uns vorbeikommt und für ein echtes Highlight in der Stadt sorgt.“

