Auf und Ab eines Aufsteigers: Sieg als Außenseiter, Niederlage als Favorit
Die große Sause am Samstag blieb aus. „Wir waren sehr gut essen, haben aber auf den Champagner verzichtet“, sagt Sarah Hund, die Teamchefin. Geholfen hat es leider nichts. Denn nach dem überraschenden 3,5:2,5-Sieg gegen die in Sachen Elo-Punkten klar favorisierte SG Solingen setzte es ebenso überraschend gegen den SV Hemer 1932, noch am Vortag von der OSG Baden-Baden arg gerupft und insgesamt noch ohne Sieg, eine 2:4-Niederlage. Die Frauen-Bundesliga – sie bleibt eine Wundertüte, auch für den Aufsteiger SK Freiburg-Zähringen 1887, der als Außenseiter gewinnt - und als Favorit verliert. Zum ersten Mal spielt der Verein in der Eliteliga, wo sich die Männer des Clubs früher auch schon tummeln durften – und gefühlt ist es sportlich ein Auf und Ab. Doch in Südbaden sehen sie das alles ganz gelassen, als Abenteuer und Erlebnis. Derweil gibt es an der Tabellenspitze einen Zweikampf. Während der amtierende Meister SC Bad Königshofen durch ein 3:3 gegen den Hamburger SK schon etwas abreißen lässt (nunmehr neun Mannschaftspunkte), freuen sich die Freiburgerinnen schon auf den 15. März. Denn da richten sie unter anderem das Top-Duell zwischen dem SK Schwäbisch Hall und der OSG Baden-Baden aus. Die haben beide schon zwölf Zähler auf dem Konto – zwei Riesen mit weißen Westen. Fällt am nächsten Doppel-Rundenspieltag schon die Entscheidung im Titelrennen?

