“Nicht aufgeben – egal wie doll man gehauen wird.”
“Nicht aufgeben – egal wie doll man gehauen wird.” Dieser Satz beschreibt Schachboxen vielleicht besser als jede Regel. Schachboxen wird Teil des Rahmenprogramms des Schachgipfels – und damit für ein breites Publikum erlebbar.
Freitagabend in Berlin-Mitte. In den Kellerräumen der Franz-Mett-Sporthalle treffen sich Menschen, um Schach zu spielen – und um zu boxen. Hier trainiert der Chess Boxing Club Berlin, der älteste Schachboxclub der Welt. Geprägt wurde der Verein von Iepe Rubingh, dem Erfinder des Schachboxens. Der niederländische Aktionskünstler entwickelte die Idee einst inspiriert von einem Comic – und machte Berlin zum Zentrum dieser ungewöhnlichen Sportart. Beim Training traf Finn Engesser vom Team der DSB-Öffentlichkeitsarbeit CM Alina Fichte-Rath. Sie erinnert sich an einen entscheidenden Moment: Rubingh habe ihr einmal gesagt, sie solle doch einfach zu einer Weltmeisterschaft fahren. „Warum nicht? Probier es aus.“ Heute ist Fichte-Rath dreifache Weltmeisterin im Schachboxen und eine der prägendsten Athletinnen der Szene. Im Interview spricht sie über die Faszination dieser gegensätzlichen Disziplin, über mentale Stärke nach harten Treffern – und darüber, ob für sie ein K.o. oder ein Schachmatt der schönere Sieg ist.
Einen Tag später folgt das Gespräch mit Denno Probst von Chessboxing Cologne. Er bringt Schachboxen am ersten Wochenende des Schachgipfels nach Dresden – mit Demokämpfen, Mitmachangeboten und einem Einblick in einen Sport, der körperliche Härte und strategisches Denken verbindet.

