Zwei hohe Siege, verbessertes Brettpunktekonto
Es war das erklärte Ziel des Baden-Badener OSG-Teams, des Mannschaftsführers Sven Noppes und des mitreisenden Vorsitzenden Patrick Bittner, bei den beiden Auswärtsrunden des vergangenen Wochenendes in der Schachbundesliga zumindest bei den Brettpunkten Boden gut zu machen. Die gegnerischen Mannschaften, Gastgeber USV TU Dresden und die Schachfreunde Berlin, beide am Tabellenende, boten dem Tabellenzweiten und hohen Favoriten OSG Baden-Baden – so wurde es im Vorfeld an der Oos eingeschätzt – die Chance dafür, und – sie wurde ergriffen. Die auch in ähnlicher Höhe angepeilten Schlussresultate, 6,5:1,5 gegen Dresden und 7:1 gegen die Schachfreunde Berlin, ließen den Brettpunkteabstand auf Spitzenreiter SC Viernheim zusammenschmelzen – auf überschaubare 2 Zähler.
Mit etwas mehr Glück aus Baden-Badener Sicht wäre auch der eine Mannschaftspunkt, der zur Spitze noch fehlt, drin gewesen. Viernheim schaffte jedoch gerade so den knappst möglichen Sieg von 4,5:3,5 gegen die SG Solingen. Die Schützenhilfe für Baden-Baden war damit ausgeblieben.
Volle Punkte gegen Dresden erzielten Nihal Sarin, der damit einen gelungenen Einstand als Mannschaftsneuling feiern konnte, Nikita Vitiugov, Etienne Bacrot, Alexander Donchenko und, einmal mehr, Jugendspieler Bennet Hagner. Erneut gelang es ihm – anscheinend seine Spezialität – seinen Gegner in einem auf Remis stehenden Turmendspiel zu überlisten, diesmal keinen Geringeren als den früheren Bundestrainer, Großmeister Uwe Bönsch.
„Geheimwaffe“ Fabiano Caruana, Dritter der Weltrangliste, spielte Unentschieden am Spitzenbrett, ein solides Resultat. Radosław Wojtaszek und Alexei Shirov steuerten ebenfalls halbe Punkte bei.
Gegen die Schachfreunde Berlin ließ Fabiano Caruana einen frei gespieltem Bauern Richtung Ziellinie laufen und zwang seinen Gegner damit zur Aufgabe, bei Neuerwerbung Nihal Sarin aus Indien entstanden Komplikationen auf dem Schachbrett, denen sein Gegner schlussendlich nicht mehr gewachsen war. Weitere volle Punkte erspielten Radosław Wojtaszek und erneut Etienne Bacrot, oft eine „Bank“ für die OSG, Alexei Shirov und wiederum Alexander Donchenko gewannen jeweils in überlegen geführten Endspielen. Nikita Vitiugov und der schwer zu besiegende Jungmeister Bennet Hagner vervollständigten das Endergebnis mit unentschiedenen Partien.
Walter Siemon
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