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2. Mannschaft siegt in Uedem mit 6,5 – 1,5

Eine hervorragende Mannschaftsleistung führte zu einem deutlichen und in dieser Höhe kaum erwarteten Kantersieg beim Auswärtsspiel in Uedem. Wie schon gegen Geldern bedeutete dies für uns eine weite Auswärtsreise. Zudem mussten wir auf die Ersatzstellung von Heinz Paradies und Frank Hermes zurückgreifen – wobei man fairerweise sagen muss, dass beide keine „klassischen“ Ersatzspieler sind, sondern unserer Mannschaft jederzeit weiterhelfen können.

Nach etwa zwei Stunden Spielzeit waren sämtliche Partien weitgehend ausgeglichen. Zu diesem Zeitpunkt war absolut nicht abzusehen, in welche Richtung sich dieser Mannschaftskampf entwickeln würde.

Ein ausgeglichener Beginn, dann die ersten Nadelstiche

Den Anfang machte Sebastian Faupel mit einem soliden Unentschieden. Er wählte eine ruhige Eröffnung und suchte aktiv nach Angriffsmöglichkeiten. Als es seinem Gegner jedoch gelang, die Damen zu tauschen, verflachte die Stellung zunehmend. Das anschließende Remis war folgerichtig und leistungsgerecht.

Kurz darauf konnte ich selbst den ersten vollen Punkt beisteuern. Bereits früh in der Eröffnung gewann ich einen Bauern, musste mich dafür jedoch etwas passiver entwickeln. Nachdem es mir gelungen war, meine Springer aktiv ins Spiel zu bringen, unterlief meinem Gegner ein ungenauer Zug, durch den er einen Springer einstellte. Die Partie war damit sofort entschieden, und mein Gegner gab umgehend auf.

Frank, Walter und Gerhard sorgen für klare Verhältnisse

Den nächsten Siegpunkt holte Frank Hermes. Die Eröffnung wirkte zunächst etwas herausfordernd, und die Stellung erschien mir von außen betrachtet nicht ganz einfach. Frank entwickelte seine Figuren jedoch sehr harmonisch. Als sein Gegner ein Remis anbot, entschied sich Frank bewusst dafür, weiterzuspielen. Diese Entscheidung sollte sich auszahlen: Zunächst gewann er eine Leichtfigur, ehe er seinen Turm mit einem Schach so positionierte, dass er diesen für eine Gabel opfern konnte und dadurch die letzte starke Figur des Gegners eliminierte. Eine sehr reife und überzeugende Vorstellung.

Walter Westermann zeigte erneut eine schöne offensive Partie. Er opferte früh einen Bauern, um aktives Spiel und Angriff zu erhalten. Als sein Gegner einen Damentausch anstrebte, übersah dieser ein Zwischenschach von Walter. In der Folge erhielt Walter Dame und Leichtfigur gegen zwei Türme. Zwar versuchte der Gegner noch, mit kleineren Gegenangriffen Widerstand zu leisten, stellte dann jedoch einen Turm ein und gab auf.

Gerhard Lohmann spielte zunächst eine ausgeglichene Partie und hatte früh das richtige Gefühl, dass die Stellung objektiv nur Remis hergab. Zweimal bot er seinem Gegner ein Unentschieden an, doch dieser wollte weiterspielen und überzog plötzlich seinen Angriff. Gerhard fand daraufhin den Weg in eine klare Gewinnstellung, machte es sich im weiteren Verlauf allerdings unnötig schwer. Drei Züge vor der Aufgabe seines Gegners warf er die Stellung sogar noch einmal komplett weg – doch der Gegner fand die rettende Fortsetzung nicht. Gerhard setzte seinen Angriff fort und gewann schließlich doch noch verdient.

Glückliche Remisen und eine typische Heinz-Paradies-Partie

Nach dem Sieg von Gerhard war der Mannschaftskampf bereits entschieden. In dieser Situation einigte sich der Gegner von Waldemar Stetinger auf ein Remis. Waldemar stand zu diesem Zeitpunkt eher etwas schlechter, doch der Gegner hätte seinen Bauernvorteil wohl noch über längere Zeit präzise verwerten müssen. Das Unentschieden war für uns daher durchaus glücklich.

Heinz Paradies spielte – wie sollte es anders sein – eine typische Heinz-Paradies-Partie: wild, kurios und für Außenstehende schwer zu durchschauen. Gegen seinen über 1800 DWZ starken Gegner behielt Heinz jedoch jederzeit den Überblick. Der Gegner erzählte mir während der Partie etwas verwirrt, dass „sein Gegner einen Bauern opfert und wohl gleich auch noch eine Qualität verliert“. Mir war in diesem Moment, ohne die Stellung überhaupt gesehen zu haben, sofort klar: Heinz führt wieder etwas im Schilde. Tatsächlich startete er wenig später einen Angriff, den sein Gegner überhaupt nicht kommen sah, und führte die Partie schließlich sehr souverän zum Sieg.

Auch Manfred Kubiak spielte eine über weite Strecken sehr ausgeglichene Partie. Im Endspiel befand er sich eher in der Verteidigung, und alles deutete auf ein Remis hin. Zwar hätte sein Gegner theoretisch noch versuchen können, etwas herauszuholen, sah sich aufgrund des klaren Mannschaftsverlaufs jedoch nicht mehr in der Lage, volles Risiko zu gehen. Man einigte sich daher ebenfalls auf ein Unentschieden.

Ausblick

Unterm Strich steht eine herausragende Mannschaftsleistung, die uns nun sicher ins Mittelfeld der Tabelle geführt hat. Die Wahrscheinlichkeit eines möglichen Abstiegs ist auf deutlich unter zehn Prozent gesunken. Dafür müssten wir selbst punktlos bleiben, während mehrere Mannschaften hinter uns über sich hinauswachsen – ein sehr unwahrscheinliches Szenario.

Weiter geht es am 01. März gegen den Tabellenführer aus Düsseldorf. Dort können wir den endgültigen Klassenerhalt perfekt machen – während Düsseldorf seinerseits den finalen Aufstieg feiern könnte.
Hoffen wir also nicht nur darauf … nein, ich weiß, dass Ersteres passieren wird.

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