Da ist das Ding! Matthias Blübaum überspringt die 2700-Elo-Hürde.
Heute ist nochmal Ruhetag. Er brauche diese Tage, nutze sie sehr intensiv zur Erholung – aber auch zur Vorbereitung, sagt Matthias Blübaum. Vor allem, der Stress wird ja nicht weniger werden: „Nach Wijk aan Zee beginnt die eigentliche Arbeit“, sagt der Lemgoer Großmeister. Aber heute darf er auch einmal genießen, denn er hat – zumindest für den Moment – etwas geschafft, auf das er lange hingearbeitet hat. Viele Jahre, so hatte Blübaum betont, habe er sich gefragt, warum er mit seiner Elozahl stagniere. Eine Antwort hat er darauf angeblich nie gefunden. Er habe doch immer auf die gleiche Weise weitergearbeitet, sagte er stets. Irgendwann, so hat er verraten, wollte er sich schlicht keinen Kopf mehr machen. Doch nun thematisierte er es an einem historischen Tag selbst: Blübaum hat die 2700-Elo-Marke überschritten - als dritter deutscher Spieler. Nach seinem Sieg in der zehnten Runde des Tata Steel in Wijk aan Zee über einen weiteren WM-Kandidaten, Anish Giri, steht er in der Live-Wertung mit 2701 Elo-Punkten auf Rang 32 der Weltrangliste. In den Niederlanden hat er damit schon 17 Elopunkte Plus gemacht.

