Die Zweite nutzt ihre Chancen nicht!!!
Perfekter Start für die Zweite am 5. Spieltag der Bezirksoberliga beim Auswärtsspiel gegen Raesfeld/Erle III.
Tobias gewann bereits sehr früh seine Partie. Er nutzte die Schwächen der weißen Felder und den noch zentral stehenden König konsequent aus.
Auch Niels und Daniel erwischten einen perfekten Start. Daniel eroberte in der Eröffnung 3 Bauern und Niels baute seine bessere Stellung sowohl positionell als auch materiell aus. Auch Markus hatte mit den weißen Figuren von Beginn an die Imitative und die halb offene c Linie für sich.
Doch zunächst endeten die Partien der beiden Brüder Sebastian und Alexander (bei ihrem persönlichen Heimspiel). Während Alexander sich seinen Gegner geschlagen geben musste, nachdem er einen entscheidenden Bauern verlor und sein Gegner direkt ins gewonnene Endspiel abwickelte, einigte sich Sebastian mit seinem Gegner auf Remis. Beim Blick auf die Schlussstellung waren die Anwesenden fast „traurig“, dass die Partie beendet wurde, denn eine sehr scharfe Stellung war entstanden mit entgegengesetzten Rochaden und Angriff auf den jeweiligen König.
Dann folgte der erste Rückschlag. Daniel verpasste es b5 zu spielen, um seinen Läufer zu befreien. Sein Gegner nutzte dies aus und griff mit Springer in Verbindung mit den Türmen und der Dame auf den schwachen schwarzen Feldern an, gewann eine Qualität und kurz darauf die Partie..
Nun dauerte es lang, bis die nächsten Partien endeten. Niels, der dankenswerter als Ersatz eingesprungen war, hatte wie erwähnt zwischenzeitlich ein sehr vorteilhafte Stellung erreicht hatte, griff dann fehl und nun geriet die Partie zunehmend ins Gleichgewicht und die Punkteteilung war die Folge.
Vorentscheidend war dann die Partie von Frank. Er hatte lange Zeit eine sehr angehnehme Stellung. Bedauerlicherweise hatte er zwei Pläne im Kopf, Königsangriff mit Vorstoß der Königsbauern oder das Ausnutzen der halboffenen c-Linie. Er hielt sich beides offen, spielte dadurch aber zu passiv und keine der beiden Pläne führte er wirklich aus. Daher befreite sich sein Gegner und schaffte es sogar, selbst aktiv zu spielen und die Verwicklungen auf der c- Linie führen dann zur Entscheidung und Frank musste sich geschlagen geben.
Somit stand es 4-2 für Raesfeld. Zeitgleich deutete sich auch bei der Partie von Dirk die Entscheidung an. Sein Gegner, der, kein Scherz, vor der Partie zunächst vom Hausmeister aus der verschlossenen Toilette befreit werden musste, spielte eine sehr saubere Partie. Dirk eroberte zwar einen Bauern, doch die Folge war ein sehr beherzter Königsangriff, der schließlich auch zum Erfolg führte.
Der Mannschaftskampf war nun für Raesfeld entschieden. Das hinderte Markus aber nicht daran, seine Partie weiter zu spielen. Er hatte einen Mehrbauern und lehnte daher das Remis Gebot ab und spielte noch über eine Stunde weiter. Schließlich gelang ihm der entscheiden Bauernvorstoß b5, woraufhin sein Gegner aufgab. Interessanterweise war die Stellung auch klar gewonnen, allerdings zeigte die Analyse, dass dazu Markus das „Schach a6“ hätte auch noch finden müssen,
Am Ende hieß es also 5 zu 3 für Raesfeld nach einem Nachmittag der verpassten Möglichkeiten.

