Harter Fight gegen Hildesheim. Glücksgöttin Fortuna wechselt mehrfach die Seiten
Bei diesem Wettkampf würde der Sieger ein gutes Stück näher am Aufstieg sein. Daher traten wir mit voller Kapelle an. Schließlich wollten wir nichts dem Zufall überlassen. Unsere Gäste hatten da allerdings ein Problem, da ein wichtiger Spieler kurzfristig krankheitsbedingt absagen musste. Die Mannschaftsaufstellung versprach ein einseitiges Rennen zu werden. Schließlich waren wir tatsächlich an 7 Bretter DWZ-Favorit. Das sollte doch ein Spaziergang werden, oder? Doch sage ich immer wieder meine alte Bauernweisheit „Die DWZ spielt kein Schach“ Ich bin alle Partien mit dem Rechner durchgegangen. Diesmal konzentrieren wir uns auf die wichtigsten Höhepunkte.
Kai gewinnt kampflos.
1,0:0,0
Leider spielte ich eine höhepunktlose Partie. Mein Gegner machte keine Anstalten auf Sieg zu spielen. Die Bewertung lag immer bei +0,3 – +0,5 Vorteil für Weiß. Laut Stockfisch spielten wir eine Genauigkeit von 98% bzw. 96% – also im Prinzip auf GM -Niveau. Daher Remis.
1,5:0,5
Fast das gleiche Niveau erreichte auch Dennis und sein Gegenüber. Jeweils 92% und man sieht dort auch keinen Ausschlag nach oben oder unten. Daher flogen auch hier recht schnell die Friedenstauben.
2,0:1,0
Matthias spielt weiterhin in Höchstform und konnte schon im frühen Mittelspiel eine Figur gegen Bauern gewinnen. Schnell noch einen schwachen Bauern und die Dame abgetauscht und der volle Punkt bleibt in Hameln.
3,0:1,0
Am Spitzenbrett konnte Wilfried einen leichten Vorteil aus der Eröffnung herausholen. Doch auch ihm unterliefen ein zwei Ungenauigkeiten und das Endspiel war extrem Remislastig. Daher die Friedenstauben.
Das sah doch bis zur Halbzeit sehr gut aus. Wir lagen vorne und auch die anderen vier Partien versprachen durchaus noch Punkte für uns. Sebastian stand aus der Eröffnung schlechter, Wilfried hatte eine Mehrqualität. Ole und Yannick hatten solide Stellung bei denen alle Ergebnisse möglich waren.
Ole kam recht gut aus der Eröffnung raus. Das war vermutlich die entscheidende Stellung. Hier sollte man länger reinschauen und den richtigen Plan finden.
Nun entweder man spielt auf der C-Linie oder knackt den schwarzen Vorposten auf f3. Am Besten ist 1.La3 Tf7 (bei Tf5 kommt, 2.cxd5 cxd5, 3f3) 2.cxd5 exd5, 3.Sxe4 dxe4, 4.Lc4 De8, 5.Lxf7+ Dxf7 6.Dxc7 Ld5, 7.Dg3
Und Weiß kann über die C-Linie in die Stellung eindringen. Leider spielte Ole die Variante anders und es ein schlechteres Endspiel. Hier hatte der Rattenfänger noch die Chance die Remisbreite wieder zu erreichen. Der Gegner schlug mit dem Läufer den Zentrumsbauern. Gibt es hier noch gute Züge?
Jupp, sonst hätte ich ja nicht gefragt. Mit 1. Db7! wird der e-Bauer aufs Korn genommen, den man nicht vernünftig decken kann. 1… a5 2.Dxe4 Sf6 3.Db7+ und Weiß kann ein etwas schlechteres Endspiel bekommen. Aber nach 1. Dxa6 wurde der falsche Bauer geschlagen und Schwarz gewann.
3,0:2,0
Leider schoss Sebastian in der Eröffnung einen Bock und verlor ersatzlos einen Bauern.
Sein Gegner spielte es nahezu perfekt zu Ende und ließ meinen jungen Padawan keine Chance. Gut, kann mal passieren.
3,0:3,0
Dramatische Szenen passierten diesmal auf dem Brett von Yannick. Nach einer gelungenen Eröffnung und Bauerngewinn im Mittelspiel, griff sein Gegenüber mit S3c4 über daneben. Wer finden die grobe Kelle für Schwarz?
1… S3xe4!, (deckt d6 und die Dame ist angegriffen. Es gibt mehrere Varianten die alle gut für Schwarz sind. 2.Dxb3 Sxb3, 3.Txe4 (Tb2 Sxa1 4. Lxe4 Txc4 5.Sxc4 Lxb2 6.Sxb2 Txh3+ 7.Kg2 Ta3) Sxd2, 4.Sxd2 Lxd5 und klarer Schwarzer Vorteil
Leider nahm Yannick nicht. Die Traurige ist, dass er später noch 2x mit Sxe4 den Vorteil bekommen oder mindestens Remis halten konnte. In der Zeitnot ging dann leider die Stellung verloren.
3,0:4,0
Nun war die Kacke am Dampfen. Statt einen lockeren Sieg lagen wir hinten und unglaubliche Züge passierten am Spitzenbrett. Auf Rücksicht von Wilfried zeige ich keine Partie-Diagramme. Aber das Schaubild sagt glaube ich sehr viel.
Mehrfach wurden volle und halbe Punkte verspielt und wieder gewonnen. Insgesamt knetete Wilfried SF Buchenau über 126 Züge. So kamen wir insgesamt zur 4:4 Punkteteilung.
4,0:4,0
Und schon in der nächsten Runde geht es wieder gegen den Tabellenführer nach Berenbostel. Hier muss gewonnen werden. Da dürfen keine Gastgeschenke gemacht werden.
Beim Schachorakel haben wir einige Punkte verloren. Diese gilt es wieder aufzuholen.

