In Potsdam zum Jahresbeginn Schach spielen
Schon zum dritten Mal fuhren Toni Lutz und Burkhard Atze Anfang des Jahres nach Potsdam um am dortigen Turnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft teilzunehmen. Das Kongresshotel bot Platz für über 700 Schachspieler, die in sieben Gruppen und fünf Runden die Qualifikanten zum Finale in Dresden ausspielten. Alle Fotos aus diesem Beitrag mit freundlicher Genehmigung von Ingrid Schulz vom DSAM-Team. (flickr-Galerie der DSAM)
Toni und Burkhard reisten beide am 01.01.2026 an und nahmen am Vorabend des Turniers am Blitzturnier teil. Toni erreichte fünf Punkte und Burkhard vier aus sieben Runden (Ergebnisse), ein Recht erfolgreicher Start ins Turnierwochenende. Im Turnier sollte es bei beiden dann recht unterschiedlich laufen.
Toni verpasst die Qualifikation für das Finale nur knapp
Toni spielte ein starkes Turnier und verlor nur gegen den an Nummer 1 gesetzten Spieler in der dritten Runde eine Partie. Dem gegenüber stehen drei starke Siege. In der fünften Runde nahm das Drama in einer Rollercoaster-Partie seinen Lauf. In der Eröffnung gewann Toni zwei Bauern, nach dem ersten Bauerngewinn stand er sicher besser, der zweite Bauer war wohl eher ein Danaergeschenk. In der Folge stand Toni am Abgrund, der elektronische Rechenknecht zeigte in der Analyse, dass sein Gegner ihn forciert hätte Matt setzen können. Aber Toni konnte den gefährlichen Freibauern erobern und stand nun selbst mit Mehrqualität gewinnen. Lieder fand er den Gewinnweg nicht. Es war die letzte Partie im großen Turniersaal, die beendet wurde.
Mit 3,5/5 erreichte Toni einen hervorragenden 16. Platz unter 122 Teilnehmern, hätte er die letzte Partie gewonnen, dann wäre die Finalqualifikation möglich gewesen. Toni gewinnt 38 DWZ-Punkte dazu und aucht der ELO-Zuwachs wird beträchtlich sein.
Ein gebrauchtes Turnier für Burkhard
In der ersten Runde nutzte Burkhard die volle Bedenkzeit aus. Lange Zeit der Partie stand er mit dem Rücken zur Wand und sicher auf Verlust. Aber er verteidigte sich zäh und konnte am Ende den gewinnverheißenden Freibauern erobern. Nun zeigt der Computer sogar Vorteil für Burkhard an. Aber mit nur noch 1min 10s auf der Uhr wollte er nichts mehr riskieren und bot remis.
Vielleicht hatte er damit das Turnier gejinxt. In der zweiten Runde stellte er die Partie mit einer fragwürdigen Entscheidung ein, die sein Gegner mustergültig ausnutzte. Mit 0,5/2 folgte nun der Sechste der Setzliste. Burkhard erhielt die Qualität für zwei Bauern, aber verlor im weiteren Partieverlauf die Kontrolla und dann die Partie. Zwei Remis zum Abschluss waren mehr oder weniger unspektakulär. Burkhard verlor 25 DWZ-Punkte, und landete auf dem 102. Platz.
Endtabelle mit Links zu allen Runden
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