Heiden II erkämpft sich 4 zu 4
Nur eine Woche nach der Klatsche gegen Bocholt war die Zweite erneut gefragt. Diesmal ging es nach Drensteinfurt, um in der 8. Runde vorzulegen.
Doch der Nachmittag begann sehr holprig (Dirk wird`s bestätigen), denn auch aufgrund einer Baustelle verspätete sich die Hälfte der Mannschaft um 15 Minuten. Doch die Drensteinfurter zeigten sich sehr sportlich und stellten die Uhren nicht an, keine Selbstverständlichkeit und daher soll diese sportliche Geste hier nicht unerwähnt bleiben.
Damit war aber auch erst mal genug mit Gastfreundschaft, den bereits in der Eröffnungsphase erspielten sich die Drensteinfurter gleich an zwei Brettern Vorteile.
In der holländischen Verteidigung stellte sich Manfred sehr passiv und unterentwickelt auf und schien schon früh auf der Verliererseite zu sein, doch er kämpfte noch sehr lang.
Noch problematischer verlief der Anfang bei Sebastian. Sein Gegner wählte dass Morra Gambit und erwischte Sebastian damit wohl auf dem falschen Fuß und nach einer Ungenauigkeit Sebastians gelang sein Gegner klar in Vorteil und gewann somit auch zeitnah die Partie.
Für den Ausgleich sorgte dann Alexander, der sich gut auf seinen Gegner vorbereitet hatte. Alexander zeigte eine wunderschöne Angriffspartie und es wirkte von außen so, als wisse er genau was er tue. Er überspielte seinen Gegner und zwang diesen so zur Aufgabe.
Am Spitzenbrett war Andreas lange nicht zufrieden mit seiner Stellung und überlegte lang, das Remis Gebot seines Gegners anzunehmen, doch aufgrund der Gesamtsituation des Kampfes spielte er weiter und erspielte sich auch leichte Vorteile. Aber sein Gegner verteidigte sich geschickt und so fanden sich beide in einem nahezu ausgeglichen Damen, Turm Endspiel wieder. Die Bauernkonstellation missfiel Andreas, so dass er schließlich doch remisierte.
Mit Blick auf die anderen Partien schien dies schon fast die Vorentscheidung für Drensteinfurt zu sein. Aber es muss erst zu Ende gespielt werden.
Fast zeitgleich endeten dann die Partien von Dirk und Frank.
Dirk hatte seinerseits das Zentrum geschlossen. Sein Gegner machte Druck auf der h-Linie, also auf Dirks König. Es sah „sehr verdächtig aus“, dass sein Gegner irgendwann den Durchbruch schaffen könne. Entgegen der Hoffnung der Heidener, dass Dirk die Stellung zusammenhalten könne, gelang seinem Gegner der Durchbruch, was gleichbedeutend mit Dirks Niederlage war.
Frank war endlich mal zufrieden nach der Eröffnung. Es entwickelte sich der Kampf, ob er am Königsflügel oder sein Gegner am Damenflügel schneller war. Die Stellung war extrem unübersichtlich. Schließlich gelang Frank der Durchbruch, allerdings im Zentrum. Dann opferte er eine Qualität und erreichte eine sehr angenehme, druckvolle Stellung, die sehr schwer zu verteidigen war (ob überhaupt, wird die Engine zeigen). Frank behielt die Übersicht und gewann.
Kurz darauf musste sich dann Manfred geschlagen geben. Wie beschrieben, war er schon früh in eine nachteilhafte Stellung geraten, schaffte es aber bis ins Endspiel und mit „nur“ einem Bauern weniger bestand zumindest leise Hoffnung auf eine Punkteteilung. Doch sein Gegner wickelte recht souverän zum Sieg ab.
Damit schien die Niederlage festzustehen. Denn Daniel hatte zwei Bauern weniger. Doch bei ungleichfarbigen Läufern war das kein leichtes Endspiel. Daniel hatte einen genauen Plan, welche Stellung er idealerweise erreichen wolle, um doch noch ein Remis zu erreichen. Und dies gelang dann tatsächlich und seiner Gegnerin blieb nichts anderen übrig als in die Punkteteilung einzuwilligen.
Nun stand es 4 zu 3 für Drensteinfurt und Tobias spielte noch. Im Verlauf der Partie hatte sein Gegner zwei Remis abgelehnt. Doch nun war Tobias sein Siegeswillen gefragt und er lieferte und wie. Er hatte inzwischen zwar ein Bauern mehr, aber von einer Vorentscheidung keine Spur. Aber Tobis „verbiss sich“ förmlich in die Partie. Erst schaffte er es, seinen Mehrbauen, auch Freibauer in Bewegung zu setzen und schließlich entstand eine sehr taktische Stellung. („Das ist Tobias seine Stärke“, zeigte sich Frank zuversichtlich). Und Tobias behielt wie vorhergesehen die Übersicht und holte den wichtigen Sieg und war damit der entscheidende Mann des Tages.
Somit hieß es am Ende 4 zu 4.. Wie viel dieser Punkt wert ist, wie die Ausgangslage vor der letzten Runde genau ist, wird erst nächste Woche deutlich, wenn die anderen Mannschaften ihre vorletzte Runde absolviert haben. Mit 8 Punkten ist der Klasseneerhalt auf jeden Fall noch nicht geschafft. Die Anzahl der Absteiger richtet sich auch nach den Absteigern aus der NRW Klasse, wo an diesem Sonntag gespielt wird.