Gelungener Lückenbüßer trotz Einbrechern
Favoritensieg beim SilvEr-Open in Findorff
Die Findorffer Schachfreunde haben eine schmerzhafte Lücke im Bremer Schachkalender erfolgreich geschlossen: Ein kurzfristig angebotenes Ersatzturnier für das ausgefallen Silvester-Open (daher die Schreibweise des Turnier-Namens) von Werder Bremen bewahrte 30 Schachfans vor Langeweile zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel. Eigentlich war die Nachfrage noch höher, aber die Räume im Vereinshaus in der Plantage 13 sind nicht allzu groß. Gespielt wurde drei Tage lang in vier Klassen mit 75 Minuten Bedenkzeit plus 30 Sekunden Inkrement.
Vor Beginn des dritten und abschließenden Spieltags stand das SilvEr-Open allerdings auf der Kippe. In der Nacht zum Freitag hatten Einbrecher das Findorffer Vereinshaus heimgesucht. Neben den Vereinskassen anderer Nutzer erbeuteten sie ausgerechnet den Laptop des Turnierleiters Malte Hentrop. Damit waren erstmal auch alle Turnierdaten verschwunden. In einer Gemeinschaftaktion aller Teilnehmer und des Turnierchefs gelang es aber, die Paarungen und Ergebnisse der bis dahin gespielten vier Runden zu rekonstruieren und in einen Ersatz-PC zu übertragen und so die Veranstaltung doch noch korrekt abzuschließen.
In der stärksten Gruppe A gewann schließlich der TWZ-stärkste Starter Semjon Bart von Werder Bremen mit blütenweißer Weste und fünf Siegen in den fünf Partien vor Jan-Hendrik Schiller vom Peiner SV, der nur gegen Bart verlor.

