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SC 1926 Leimen - SK Chaos Mannheim 2 7,5:0,5

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Ein ungefährdeter Auftaktsieg glückte der Leimener "Ersten" in der neuen Saison 23/24.

Für das erste Plus sorgte an Brett 8 Marcus Limbeck, der anders als sein Widerpart anwesend war.

An Brett 6 genoss Norbert Cimander nach der Eröffnungsphase einen gewissen Raumvorteil, der sich noch vergrößerte, als die gegnerische Dame eine Spritztour unternahm; als sich der (junge) Nachziehende durch Öffnung der f-Linie ein Ventil zu schaffen gedachte, wurde die Stellung dynamisch: Nun nutzten die weißen Schwerfiguren nun ausgerechnet nämliche f-Linie, um Drohungen gegen das schwarze Monarchenpärchen aufzustellen. So musste der schwarze Damenflügel, der gar nicht mehr zur Entwicklung gekommen war, wie die weißen Figuren siegbringend eindrangen. 1:0!

An Brett 2 sah der hinter den weißen Steinen sitzende Jonathan Geiger eine komplexe Stellung sich entwickeln: Schwarz steckte einen Bauern ins Geschäft, um am Damenflügel Spiel zu bekommen. Bevor es jedoch zur eigentlichen Krise kam, übersah der Nachziehende eine Abwicklung, die es Weiß gestatte, zwei verbundene Freibauern auf die Reise zu schicken (einer von ihnen hing wegen einer potenziellen Fesselung nämlich nur scheinbar). Rasch schaltete der Schwarze auf "Chaos" um und opferte noch eine Figur gegen zwei Zentralbauern. Da jedoch noch immer die Freibauern übrig waren, erkannte er die Fruchtlosigkeit seiner Bemühungen und gab (recht früh) auf.

An Brett 7 kam Fjodor Vakuljuk solide aus dem beginnenden Abtasten und übernahm bald die Führung der Partie. Sein Druck auf der offenen e-Linie war mehr als ein kosmetisches Ärgernis für den Weißen, dessen Bewegungsapparat zunehmend atrophierte. Ungestört brachte unser Mann seine Bauern am Königsflügel in Bewegung und als der Weiße sich zu reagieren gezwungen sah, setzte der Schwarze ein Schein-Qualitätsopfer nebst Springergabel, die erstens mit Bauerngewinn das Material zurückeroberte und zweitens den weißen König in ein Mattnetz lockte, aus dem er sich nicht rechtzeitig befreite: [pgn] [White "Köhnlein"] [Black "Vakuljuk"] [Result "0.1"] [FEN "8/1p4k1/2p3p1/3p2p1/R2P1p2/2P2PKP/1r6/8 w - - 0 34"] {34. ... f4+ und Matt im nächsten Zug} [/pgn]

Am Spitzenbrett saß der verdiente Recke Peter Hildenbrand. In der Eröffnungsbehandlung entledigte er sich der beklemmenden Fesseln herkömmlicher Orthodoxien: Es entstand eine schwierig zu behandelnde Position: Neigten die vormarschierten Damenflügelbauer zur Stärke oder zur Schwäche? War der unrochierte schwarze König ein hilfreicher Mitarbeiter oder doch nur eine Hypothek? Nachdem beide Seiten Argumente für und wider ausgetauscht hatten, ohne zu einem schlüssigen Ergebnis zu gelangen, entschieden sie sich, die Diskussion zugunsten heimischer Besinnung doch lieber friedlich zu beenden. Der halbe Punkt bedeutete damit schon den Sieg für die Leimener Farben.

An Brett 5 befehligte German Paul die schwarz Uniformierten. Zunächst schien das Gleichgewicht nicht ernstlich gestört. Weiß hatte ein wenig mehr Raum, aber musste Schwarz ein gesichertes Feld für dessen Leichtfiguren überlassen. Doch nicht dieses Ungleichgewicht ließ die Wippe auf Leimener Seite niedersausen, sondern der Umstand, dass der Weiße auf Biegen und Brechen den schwarzen Königspalast stürmen wollte. Da er sich nicht die Blöße geben wollte, seine angegriffenen Leichtfiguren zurückzuziehen, sondern es vorzog, weitere Kontingente wider den Feind zu beordern. Unser Mann ließ sich nicht ins Bockshorn jagen, heimste zwei Figuren ein und brachte den Materialvorsprung sicher nach Hause.

Ebenfalls mit dem Nachzug vorlieb nehmen musste David Gauthier am dritten Brett. Zunächst bauten sich beide Parteien ohne nennenswerten Feindkontakt auf. Mit offenen Zentrumslinien brachte das Plus an Aktivität die weiße Seite in die Lage, den Schwarzen zur Reaktion zu zwingen und dem dunkelhaarigen Monarchen einige Sorgenfalten in die Stirn zu ziehen. Doch als ein Vorstoß der schwarzen Infanterie für eine Befreiung sorgte, kam unverhofftes Glück hinzu, als die Weiße ihren Läufer im gegnerischen Lager einzügig einstehen ließ - diesen Vorteil zu verwerten bereitete unserem Kämpen keine Schwierigkeiten.

Schließlich blieb es dem vierten Brett Patrick Maes vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen: Nachdem sein Kontrahent es nicht gewagt hatte, in der Brettmitte energisch gegenzuhalten, genoss das weiße Heer einen soliden Raumvorteil, der sich zu einem Aktivitätsvorteil fortsetzte. Dies wiederum mündete bald durch einen taktischen Trick zu einem Qualitätsvorsprung und dieser zu einem baldigen vollen Punkt, der das 7,5 zu 0,5 besiegelte.

Eine starke Leistung!

PS: Zum ersten Mal seit langem haben wir eine junge zweite Mannschaft in der C-Klasse aufgestellt. Sie unterlag den Gegnern aus Walldorf mit 1,5:6,5. Der Gegner war an diesem Tage besser, die Niederlage fiel allerdings zu hoch aus.

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