Weltcup: Deutsche Dramen
In Runde vier des Weltcups in Baku gab es heute im Tiebreak deutsche Dramen, die zu Triumphen hätten werden können, doch das Happy End gab es für den Norweger Magnus Carlsen und den Chinesen Hao Wang. Beide Duelle waren an Spannung kaum zu überbieten und boten teils großes und teils sehr nervöses Schach. Vincent Keymer hat gezeigt, nicht nur mit dem beachtlichen Elogewinn bei diesem Weltcup sondern auch aufgrund der Qualität seines Spiels, dass er in der Weltklasse endgültig angekommen ist. Leider verlor er gegen den wesentlich erfahreneren und abgebrühteren Carlsen mit 2,5:3,5. Rasmus Svane hatte mehrmals sehr gute Stellungen gegen Hao Wang erreicht, doch auch er vergab seine Chancen und musste sich dem erfahrenen Chinesen mit 4:5 beugen. Bitter, aber die jungen Großmeister werden ihre Lehren daraus ziehen. Ausgeschieden ist auch Hikaru Nakamura, der im Tiebreak letztlich glatt mit 1:3 an Praggnanandhaa Rameshbabu scheiterte. Evergreen Vassili Ivanchuk zieht ebenfalls in Runde 5 ein nach dem 3,5:2,5 gegen Vahap Sanal. Gukesh setzte sich mit 2,5:1,5 gegen Esipenko durch und Peter Svidler scheiterte überraschend gegen Nihat Abasov mit 1,5:2,5. Jeweils 3:1 gewannen Salem gegen Vocaturo und Nepomniachtchi gegen Sarin. Duda schlug etwas glücklich Parham Maghsoodloo mit 3,5:2,5 und Dominguez Perez siegte gegen Wojtaszek mit dem gleichen Ergebnis. Nun kommt es zu folgenden tollen Duellen: Carlsen-Ivanchuk, Wang-Gukesh, Abasov-Salem, Vidit-Nepomniachtchi, Caruana-Duda, Dominguez-Sarana, Erigaisi-Grandelius, Berkes-Praggnanandhaa R. chess24

