Iranerin Sara Khadem spielt bei Schach-WM ohne Kopftuch
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Im Iran sind Frauen dazu verpflichtet, ein Kopftuch zu tragen. Zuletzt gab es immer wieder Proteste auf den Straßen dagegen. Nun setzte auch eine iranische Schachspielerin ein Zeichen.Sara Khadem nahm für ihr Land am Montag bei der Blitz-Schachweltmeisterschaft in Almaty (Kasachstan) teil. Die Iranerin sorgte dabei für Aufsehen, weil sie kein Kopftuch trug. Dieses ist im Iran für Frauen jedoch verpflichtend.Der internationale Schachverband Fide veröffentlichte Fotos von den Spielern des Turniers am 26. Dezember. Darunter war auch Khadem, mit richtigem Namen Sarasadat Khademalsharieh, ohne Kopfbedeckung zu sehen. Ob das Verhalten der 25-Jährigen nun Konsequenzen hat, ist bisher nicht bekannt.Khadem legte sich bereits mit Mullah-Regime anBereits in der Vergangenheit legte sich Khadem mit dem Mullah-Regime an. Sie hat bereits ein Einreiseverbot, weil sie sich mit ihrem Schachkollegen und Landsmannes Alireza Firouzja verbündete. Dieser wollte seine Verbandszugehörigkeit zu seinem Domizil Frankreich wechseln. Grund dafür war, dass er sich der iranische Regierung widersetzen wollte. Diese hindert ihre Schachspielerinnen und -spieler daran, gegen Sportlerinnen und Sportler des verfeindeten israelischen Verbandes anzutreten.Nach dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini, die zuvor in Polizeigewahrsam war, protestieren im Iran regelmäßig Frauen auf den Straßen gegen das Regime. Auch der Ex-Bayern-Profi Ali Dae solidarisierte sich mit der Protestbewegung – und wird seitdem unter Druck gesetzt. Am Dienstag wurde seine Familie an der Ausreise gehindert. Der Iran forderte ein Flugzeug zur Landung aus und die Familie der früheren Fußballers musste dieses verlassen (mehr dazu lesen Sie hier).

