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Rückblick und Ausblick

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Liebe Eckbauern,
ein 4:4 auswärts beim Tabellenzweiten: ich finde, dass kann sich sehen lassen. Und es war auch kein kampfloser Punkt dabei. Wenn mir vorher jemand das Ergebnis angeboten hätte, hätte ich mich artig bedankt und eingeschlagen. Jetzt lässt sich rückblickend feststellen, dass Friesen mit dem Ergebnis sogar ganz gut bedient war und sich auch über eine Niederlage nicht hätte beklagen müssen.
Doch im Einzelnen:
Vor einer Woche gingen wir um 9.30 Uhr durch einen kampflosen Punkt an Brett 2, den uns Klaus mit seiner Präsenz bescherte in Führung. Und Dieter spielte die längste Partie, um schließlich frustriert mit leeren Händen dazustehen.
Heute gingen wir gegen 9.29 Uhr 1:0 in Führung; Dieter hatte die kürzeste Partie des Tages. Sein Gegner tat ihm und uns den Gefallen, eine Figur einzustellen und zog danach prompt die Konsequenzen, indem er aufgab.
Das ging ja schon mal gut los für uns.
Und es wurde sogar noch besser: an Brett 3 gelang es unserem Mannschaftsführer mal nicht zu verlieren. Ein gemessen an seinen letzten Ergebnissen sicher unverhoffter halber Punkt, der andeutete, dass heute was für uns gehen könnte.
Zwischenstand: 1,5:0,5 für uns.
Zwischenzeitlich bekämpfte Klaus mit Schwarz an Brett 2 den besten Punkteholer der gegnerischen Mannschaft, der bei der BMM in dieser Spielzeit vor der vorletzten Runde 100 % geholt hatte. Dies scheint Klaus Ehrgeiz noch zusätzlich geweckt zu haben; die 100 % wollte er ihm „vermasseln“. Zäh wehrte er sich und schaffte es irgendwie immer noch, den Kopf oben zu behalten und Remischancen am Leben zu erhalten.
Zwischenzeitlich machte Wolfgang an Brett 1 auch Remis.
Zwischenstand: 2:1 für uns.
Die übrigen 5 Partien entwickelten sich weiterhin spannend: so ähnlich wie Klaus an Brett 2 musste auch Stefan an Brett 4 gehörig kämpfen. Und ich machte mir um beide ein bisschen Sorgen. Erfreulicherweise stand Manfred jedoch mit Schwarz gegen einen wertungstechnisch übermächtig scheinenden Gegner zunehmend gut und besser. Und Frank und Christoph hatten an Brett 5 und 7 ebenso spannende, wie für mich unklare Stellungen. Bei Stefan und Christoph deuteten sich allmählich Zeitnotprobleme an.
Umso schöner, dass kurz nacheinander zuerst Klaus Gegner an Brett 2 einsah, dass Klaus heute nicht zu bezwingen war, seine Gewinnversuche einstellte und ins Remis einwilligte – Zwischenstand: 2,5:1,5 für uns – und dann auch noch Manfred zuerst eine Figur und damit dann auch die Partie gewann – Zwischenstand 3,5:1,5 für uns!!
Andererseits war aber auch für unseren Gegner noch alles drin; ein Dreifach-Triumph in den letzten 3 Begegnungen des Tages blieb leider durchaus eine Option.
Erst recht, nachdem Frank an Brett 5 in zweischneidiger, kampfbetonter und keineswegs aussichtsloser Lage ein bedauerlicher Lapsus unterlief, der ihn eine Figur und damit zugleich die Partie kostete.
Umso schöner und beruhigender, dass es Stefan gelang, sich zäh und umsichtig zu verteidigen, die Zeitnot zu überstehen, ein remishaltiges Endspiel aufs Brett zu zaubern und den halben Punkt einzufahren.
Zwischenstand: 4:3 für uns.
Für Christoph wurde es zeitlich immer enger. Und die Stellung nicht leichter… Würde er die Zeitkontrolle schaffen?!
Er schaffte sie! Und er beendete die Zeitnot mit zumindest ausgeglichener, vermutlich sogar leicht vorteilhafter Stellung. Das Remis schien zum Greifen nah. Ein solider Turmzug hätte vermutlich alle Zweifel am Unentschieden beseitigt. Es war nicht zu sehen, was seinem Gegner dann noch hätte einfallen sollen. Doch Christoph entschied sich für den ambitionierten Weg mit einem Damenscheinopfer, durch den die Remisspanne verlassen wurde. Sein Gegner und dessen Mannschaftsführer wirkten einigermaßen erleichtert – Christoph leider ernüchtert. Die Körner, die er in der Zeitnotphase verbraucht hatte, fehlten nun. Dies und die Enttäuschung hatten zur Folge, dass er eine sehr schöne Rettung, mit der sogar sehenswert in ein GEWONNENES Bauernendspiel hätte abwickeln können, nicht erkannte und wenig später die zu diesem Zeitpunkt tatsächlich verlorene Partie auch aufgeben musste.
Endstand: 4:4.
Auch wenn heute mehr drin war, gilt es doch festzuhalten, dass wir uns zumindesten einen Mannschaftspunkt beim Tabellenzweiten redlich verdient hatten und damit schon vor der Schlussrunde am nächsten Sonntag feststeht, dass wir die Saison mit einem positiven Punktekonto beenden werden. Wir haben jetzt 10:6 Punkte so dass wir in einer Woche um diese Zeit 10: 8 oder 11:9 oder gar 12:6 Mannschaftspunkte haben werden.
Ich glaube, wir können jetzt schon stolz und zufrieden sein.
Wenn eine „CORONA-SAISON“ tatsächlich auch einen Charaktertest darstellt, dann haben wir ihn bestanden. RESPEKT an alle!!
Besonders schön ist auch, dass die 2. Mannschaft heute einen sicheren 6:2 Erfolg gegen das Schlusslicht einfahren und damit auch die „virtuellen Abstiegsplätze“ vor der Schlussrunde verlassen konnte!!!
In einer Woche müssen wir aber nochmal ran und versuchen, die Saison zu krönen.
Wir haben ein Heimspiel gegen Lasker Steglitz-Wilmersdorf.
Fürs erste
Liebe Grüße
Feri

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