Mist! Mist! Mist! Bericht der Ersten…
Liebe Eckbauern,
das war heute richtig schade.
Die Ausgangssituation war dadurch gekennzeichnet, dass wir für heute 2 Mannschaften 15 Spieler hatten.
Nachdem in den zurückliegenden Runden sich die 2. regelmäßig für uns aufgeopfert hatte, war sie heute mal dran. Die Erste stand mit 7:3 Punkten eh recht komfortabel da und die Zweite sollte punkten, was natürgemäß mit einem Spieler weniger schwieriger ist.
Wir sind also zu siebt angetreten und haben Peters Brett 2 freigelassen.
Zwischenstand: 0:1
Dann dauerte es relativ lange, bis sich wieder etwas tat: erst nach 12.00 Uhr folgten die nächsten Resultate – Manfred verlor an Brett 7 und Stefan Rohrbach kam leider an Brett 6 auch nicht über ein Remis hinaus.
Zwischenstand 0,5:2,5.
Klaus hatte zwischenzeitlich mit Schwarz honorigerweise ein Remis-Angebot seines Gegners Robert Radke ausgeschlagen und versuchte ihn im Doppelturmendspiel niederzuringen. Olaf stand an Brett 8 aussichtsreich und ich wollte an Brett 4 – endlich einmal mit Weiss – auch meinen Beitrag leisten, damit wir nochmal ins Spiel zurückfinden.
Frank König hatte zu diesem Zeitpunkt schon seine beiden Spezialdisziplinen gezeigt: 1. die Eröffnung versemmeln und sich dann 2. in die Partie zurückkämpfen und das auch noch gegen einen richtig guten Gegner mit Schwarz.
Aus Wolfgangs Partie an Brett 1 wurde ich nicht recht schlau. Sie schien die Remisspanne nicht verlassen zu wollen.
Ich hatte beim Skandinavier eine Stellung in der ich mich wohl fühlte und auch objektiv etwas besser stand. Ich wollte noch einen Bauern ins Geschäft stecken, aber mein Gegner war nicht bereit diesen zu nehmen. Als ich eine Möglichkeit sah, zwingend die Qualität für einen Bauern zu gewinnen, griff ich zu – zumal ich dachte, dass der Vorteil gut zu realisieren ist.
Dann ging es leider nicht recht weiter und mein Gegner bot mir Remis an, was ich mit 2 Punkten im Rückstand trotz meiner knapper werdenden Bedenkzeit nicht anzunehmen wagte.
Klaus willigte schließlich ins Remis ein und auch Wolfgang konnte sich mit Schwarz an Brett 1 einen halben Punkt verdienen.
Zwischenstand: 1,5:3,5
Dann brachte Olaf seine Partie an Brett 8 sicher nach Hause. Er konnte, als sein Königsangriff nicht direkt zum Ziel führte, in ein gewonnenes Endspiel – Marke: guter Springer gegen schlechten Läufer – abwickeln.
Zwischenstand: 2,5:3,5.
Und Frank stand auf einmal richtig gut und spielte um den Sieg.
Leider hatte sich bei mir zwischenzeitlich das Blatt gründlich gewendet. Mein Gegner hatte es geschafft, seinen Springer mächtig zu aktivieren, die Initiative zu übernehmen und mich unter Druck zu setzen.
Ich konnte die Stellung nicht mehr halten.
Zwischenstand 2,5:4,5.
Schließlich gewann Frank, der diesmal die längste Partie spielte.
Im Endeffekt verloren wir mit einem „kampflosen“ 3,5:4,5.
Die Zweite ging heute 1,5:6,5 unter.
Und als wenn das nicht schon genug wäre, stellte sich dann auch noch heraus, dass meine Partie im 24. Zug glatt gewonnen war (- laut Stockfish + 3,4) – allerdings natürlich nur, wenn ich auch den Zug spiele, den ich zunächst spielen wollte, statt mich „sicherheitshalber“ mit der Qualität gegen einen Bauern zufrieden zu geben.
Letztlich hätten wir heute sogar trotz der kampflosen Partie gewinnen oder zumindest punkten können, wenn ich es nicht vermasselt hätte.
Alles in allem haben wir uns heute bei großer Hitze als ziemlich perfekte Gastgeber erwiesen. Unsere Gäste durften ihren Heimweg mit einen Lächeln im Gesicht antreten.
Naja, zumindest haben sie nicht gesungen …
Und da zudem die beiden Tabellenschlusslichter Narva und Zugzwang heute auch wieder verloren haben und weiterhin punktlos dastehen, dürften unsere 7 Punkte drei Runden vor Schluss auch so schon reichen.
Die nächste Runde findet bereits am nächsten Sonntag (26.6.2022) statt.
Wir spielen beim SC Borussia Lichtenberg, die heute beim Lichtenberger Gipfel gegen die Friesen 4:4 gespielt und damit Tabellenzweiter sind und mit 10 Mannschaftspunkten 3 mehr haben als wir.
In diesem Sinne
Alles Gute und hoffentlich Bis bald
Feri

