Kasparov kritisiert Altkanzler Schröder - Karpov von der EU sanktioniert
Die Schachwelt ist fast geeint hinsichtlich des sinnlosen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Sergey Karjakin, Sergey Shipov und Ex-Weltmeister Anatoly Karpov sind auf der Seite des Aggressors Vladimir Putin, der diesen Krieg aus geopolitischen Gründen führt - allein deshalb müssen Menschen sterben. Karjakin wird wohl kaum mehr Einladungen zu großen Turnieren erhalten und er selbst hat angekündigt nie wieder bei chess24 spielen zu wollen. Anatoly Karpov steht auf der Sanktionsliste der EU und darf den Boden der EU nicht mehr betreten. Er ist Mitglied der Duma und hat für das Vorgehen Russlands gestimmt. Putin-Freund und Fide-Präsident Arkady Dvorkovich blieb wohl nichts anderes übrig und musste auf Druck seiner Vizepräsidenten (z.B. Nigel Short) und der FIDE-Geschäftsführerin Dana Reizniece-Ozola die Vorgehensweise Russlands scharf kritisieren und das mit Folgen. Die Schacholympiade in Moskau wird nicht stattfinden und man hofft, dass Indien die Austragung übernehmen wird. Alle Aktivitäten in Russland und Belarus werden von der FIDE ausgesetzt. Starke Signale und Solidarisierung mit der Ukraine kommen von der ganzen Sportwelt. Kasparov, der schon lange vor Putin warnt hat Altkanzler Schröder als Putin-Lakaien bezeichnet und fordert Strafen. Putin hat sein Land wohl auf viele Jahre hin von der Weltgemeinschaft isoliert. Es ist bitter für die friedlich gestimmten Weltbürger und Sportler aus Russland. Der Druck auf Putin wird größer und er ist im Grunde jetzt schon gescheitert - selbst dann, wenn er militärisch gewinnen sollte. Viele Experten sagen den Russen dann einen langjährigen zermürbenden Partisanenkrieg voraus. Ein zweites Afghanistan kann auch Russland nicht wollen. Respekt gilt dem tapferen Volk der Ukraine! Möge bald Frieden einkehren. TAZ

