Masters: Carlsen gewinnt Spitzenspiel
Weltmeister Magnus Carlsen hat heute den Grundstein für den Turniersieg beim Tata Steel Masters gelegt, indem er den vor der Partie ärgsten Konkurrenten Shakhriyar Mamedyarov in einem Katalanen geschlagen hat. Der Aserbaidschaner schien gut vorbereitet zu sein, aber Carlsen hat dieses System wohl sehr tief analysiert in seiner Vorbereitung auf den WM-Kampf gegen Nepomniachtchi. Mamedyarov versäumte es den stärksten Zug 14...Sb4 zu spielen und büßte anschließend die Qualität ein wonach es ein leichtes Spiel für Carlsen war, wie dieser eindrucksvoll demonstrierte. In dieser 9. Runde hat es drei weitere Favoritensiege gegeben. Anish Giri gewann nach suboptimaler Verteidigung seines Gegners Sam Shankland und ist nun der direkte Verfolger von Magnus Carlsen. Teenager Rameshbabu Praggnanandhaa entschloss sich in seiner Partie gegen Sergey Karjakin unnötigerweise zu einem Qualitätsopfer statt seinen leichten Stellungsvorteil nach einem Londoner System solide zu verwalten. Letztendlich setzten sich die Erfahrung und die Mehrqualität durch. Mit einer großen Eröffnungsüberraschung wartete Fabiano Caruana auf mit der Verwendung der Französischen Verteidigung gegen Nils Grandelius. Schnell schaffte es der US-Amerikaner Gegenspiel zu kreieren und die Initiative zum verdienten Partiegewinn zu halten. Jan-Krzysztof Duda hat nicht die allerbeste Form mit nach Wijk aan Zee gebracht. Heute verpasste er es seine Gewinnstellung in einen ganzen Punkt umzumünzen. Auch Van Foreest gegn Dubov hätte wohl mehr herausholen können. Es führt Carlsen mit 6,5 vor Anish Giri mit 6 Punkten. chess24

