WM-Partie 8: Angeschlagener Nepo verliert - jetzt 3:5
Nepomniachtchi bewegte sich auch heute in den Gefilden des Positionsmonsters Magnus Carlsen statt sich seiner Stärken Taktik und Dynamik zu besinnen und endlich mal den Sizilianer zu probieren. Ein psychologisches Versagen des ganzen Teams in Sachen Wettkampfstrategie! Schon gegen Anand zeigte Carlsen wie es geht den Gegner aus der Eröffnungsvorbereitung zu werfen. Er wählt schlicht eine angeblich harmlose Nebenvariante, derer es viele gibt und schon hat sein Herausforderer Angst in eine Vorbereitung zu laufen. Das alles ist wohlbekannt. Wie angeschlagen der russische Herausforderer ist, zeigte ein eklatanter Bock in der heute gewählten russischen Verteidigung, der ihm einen Bauern kostete ohne jegliche echte Chance auf Gegenspiel. Carlsen hatte keine Mühe Nepomniachtchi im 46. Zug zur Aufgabe zu zwingen. Warum der Russe gegen den besten Positionsspieler der Welt positionell spielt, werden er und sein Team spätestens nach dem Match beantworten müssen. Hätte Kasparov gegen Karpov rein sicherheitsorientiert und positionell gespielt, dann hätte er vermutlich keine Chance gehabt. Kasparov nutzte sein faszinierendes Talent in Sachen Taktik und vor allem Dynamik und genau das waren die Waffen um einem Positions-Genie wie Karpov gefährlich zu werden und sogar vom Thron zu stoßen. Welchen ersten Zug spielt Nepo am Dienstag? Hoffentlich nicht schon wieder 1.e4 und Spanisch. Wenn dann muss es Schottisch sein oder 1.d4!. Es steht 5:3 für Carlsen. chess24

