Mongolei gewinnt die Interkontinentale Onlinemeisterschaft für Gefangene
Nachdem bereits 2019 eine Gefängnis-Weltmeisterschaft (ohne deutsche Beteiligung) stattfand, hat die FIDE am 13. und 14. Oktober in Zusammenarbeit mit dem Sheriff von Cook County (Illinois/USA), Tom Dart, eine interkontinentale Onlinemeisterschaft für Gefangene durchgeführt. Die Meisterschaft war Bestandteil des Anfang des Jahres gestarteten Projektes "Schach für die Freiheit", mit dem die FIDE die Bildung und die Resozialisierung der Gefangenen unterstützen will. Unterstützer des Projektes sind u.a. auch die Exweltmeister Anatoli Karpow und Nona Gaprindaschwili.
43 Mannschaften aus 31 Ländern waren am Start, darunter eine deutsche Mannschaft mit Häftlingen der JVA Berlin-Tegel. Gespielt wurde mit Viererteams und einer Bedenkzeit von 10 Minuten plus fünf Sekunden zusätzlich je Zug. Nach Vor- und Zwischenrunde hatten es die Mongolei und Simbabwe in das Finale geschafft. Im ersten Wettkampf setzte sich Simbabwe mit 2½:1½ durch, doch mit einem 3:1 im Rückkampf holte sich die Mongolei den Gesamtsieg.

