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Ihr Schachvölker der Welt…

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… schaut auf diese B-Note !!!
Liebe Eckbauern,
das war gestern ein richtig toller Mannschaftskampf. Heiß umkämpft. Eng. Spannend bis zum Schluss – bedauerlicherweise einmal mehr mit dem betrüblichen Schönheitsfehler des besseren Endes für den Gegner. Wie schon vor einigen Runden dem – nunmehr auch als souveräner Aufsteiger feststehenden – Staffelprimus Berolina mussten wir uns auch dem Tabellenzweiten SC Friesen Lichtenberg knapp mit 3,5 : 4,5 geschlagen geben. Schade, aber nicht zu ändern. Wir haben nunmehr nach 8 Runden 31,5 Brettpunkte, mithin fast exakt 50 % – aber von den vor diesem Hintergrund eher erwartbaren 8 Mannschaftspunkten nur 5. Nur zum Vergleich das Gegenextrem an Effizienz: die Jungs von Narva haben es geschafft mit 31 Brettpunkten Punkten – davon 1,5 gegen uns – 9 Mannschaftspunkte zu holen und als Tabellenfünfter entspannt und ungefährdet in die Schlussrunde zu gehen.
Und wiederum kann ich uns keinen Vorwurf machen, sondern kann stolz auf unsere Leistung sein.
Von den Mannschaftsaufstellungen her schien sich abzuzeichnen, dass es an den ersten 5 Brettern schwer für uns werden könnte und wir eher an den Brettern 6-8 unsere Chancen kriegen würden. Vor diesem Hintergrund spielte das schnelle Remis an Brett 7 uns zunächst einmal nicht unbedingt in die Karten. Anzumerken ist hierzu allerdings, dass Andreas, als ihm mit Schwarz das Remisangebot seines Gegners vorlag sich an mich wendete und fragte, ob er es annehmen kann. Er sah recht angeschlagen aus und signalisierte mir, dass er es gerne annehmen würde. Ich gab ihm also das ok und er nahm das Remisangebot seines Gegners an.
An Brett 1 bekam es Wolfgang mit Schwarz spielend mit einer sehr druckvollen und ambitionierten Eröffnung seines Gegners zu tun und kam so direkt in eine sehr schwierige Stellung – in welcher er die Lösungen mühsam Zug für Zug am Brett suchen musste und dabei Körner und Zeit ließ. Letztlich konnte er trotz zähen Kampfes nichts machen. Der Punkt ging an den Gegner, der ihn sich auch redlich verdient hatte.
Stefan stand mit den weissen Steinen spielend sehr verheissungsvoll und Frank König gelang es – mit Schwarz – die Qualität zu gewinnen und auch Klaus schien etwas besser zu stehen, Frank Möller bemühte sich irgendwie Dynamik in seine Partie zu bekommen und auf Sieg zu spielen, während ich schon früh anfing, ums Remis zu kämpfen. Dieters Partie war mir zunächst einmal ein Rätsel.
Letztlich konnte Stefan seine Stellung leider nicht gewinnen, so dass es 1:2 gegen uns stand. Meine Partie war erfreulicherweise verflacht und mein Gegner bot mir in einem – von Stockfish später glatt mit 0 beurteilten -Leichtfigurenendspiel Remis an. Zwischenzeitlich stand Dieter auf Sieg, Frank hatte immer noch die Qualität und etwas Zeit mehr, die Stellung wurde aber vogelwilder, Klaus schien remislich zu stehen und – ich glaube – Frank Möller hatte schon ins Remis einwilligen müssen. Ich fragte Wolfgang um Rat und nahm das Remisangebot meines Gegners in einer Stellung, die auch wirklich nicht mehr hergab schließlich an. Klaus Gegner gelang es dann immer die besten Züge zu finden und Druck aufzubauen, bis selbst Klaus die Stellung nicht mehr halten konnte. Wir lagen demgemäß mit 2:4 zurück hatten aber noch Chancen auf einen Mannschaftspunkt da zwischenzeitlich nicht nur Dieter weiterhin vor einem – wenn auch noch schwer zu finalisierenden – Sieg stand, sondern auch Frank König die Turbulenzen in einer sehr abwechslungsreichen und spannenden Partie gut überlebt hatte und sich in einem Enspiel wiederfand, in welchem er eine Dame, einen Turm und 3 Bauern hatte, während es bei seinem Gegner neben der Dame nur noch ein Läufer und 2 Bauern waren. Da freilich die Damen noch auf dem Brett waren und sein Gegner alles tat um seiner Mannschaft mit einem Remis doch noch zum Sieg zu verhelfen, musste Frank stets höllisch aufpassen. Leider reichte es nicht zum Sieg, so dass auch Dieters wieder einmal in einen Sieg mündende starke Glanzleistung uns nicht zu dem Mannschaftspunkt, verhelfen konnte, der uns vorzeitig praktisch von allen Abstiegssorgen befreit hätte. So ist Schach nunmal. Und ich möchte an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass Frank König mit den schwarzen Steinen spielend einen Gegner an den Rand einer Niederlage brachte, der ihm etwa 240 – in Worten. zweihundertundvierzig (!) – DWZ-Punkte voraus hatte.
Da auch alle hinter uns liegenden Teams verloren, sind wir weiterhin Tabellensiebter und kommt es auf die Schlussrunde an.
In dieser spielt der Tabellenachte SG Lichtenberg (wie wir 5 MP) gegen den bislang mannschaftspunktlosen Tabellenletzten, während wir – und zwar wieder zu Hause – gegen den Tabellenvorletzten Queerspringer (4 MP) spielen.
Alles scheint möglich, aber wir haben es selbst in der Hand! Mit einem Sieg wären wir natürlich durch. Mit einem Remis aller Voraussicht nach auch. Und mit einer Niederlage schließlich würden wir absteigen, sofern nicht zeitgleich die BSV Chemie Weissensee gegen die SG Lichtenberg gewinnt. Aber was ist in dieser Saison schon unmöglich?! Und bei Chemie Weissensee imponiert mir, dass sie sich nicht aufgeben, obgleich für sie die Lichter schon ausgegangen sind, sondern redlich kämpfend die Saison mit Anstand zu Ende spielen. Bei fünf ihrer acht Niederlagen – zuletzt gestern verloren sie mit 3,5 : 4,5. Ich denke, das ist nun wirklich mehr als unglücklich. Damit hätten sie einen Mannschaftssieg und einen versöhnlichen – vorübergehenden – Abschied aus der Stadtliga mehr als verdient. Vor ihrer Einstellung ziehe ich jedenfalls den Hut und drücke ihnen gegen die SG Lichtenberg in der Schlussrunde die Daumen. Chapeau!
Alles Gute
Feri
Ps.: Die Schachvölker der Welt sollten wissen, dass wir – auch wenn die Saison es bislang nicht immer sehr gut mit uns meinte – vor nichts Angst haben, außer, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt.

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