Rückblick und Ausblick
Liebe Eckbauern,
Mentalität war gefragt und wir haben geliefert. Auch wenn es, wie bereits im Vorjahr an gleicher Stelle, leider nicht zum Mannschaftspunkt gelangt hat, können wir meines Erachtens stolz auf uns sein.
Wir sind mit einem DWZ-Schnitt von 1910 gegen einen Gegner angetreten, der mal eben einen solchen von 1997 mitbrachte. Das war schon mal ein Pfund. Nominell waren wir an 7 von 8 Brettern „nominell unterlegen“. Und dennoch war es das erwartete Spiel auf Augenhöhe, bei welchem letztlich Kleinigkeiten den Ausschlag gaben. Ich glaube allein das sagt schon alles über unsere Einstellung. Ausnahmslos jeder hat sein Bestes gegeben. Wir haben „nur“ 3,5: 4,5 verloren und dabei bezogen auf die Mannschaft 15 DWZ-Punkte gewonnen, wohin gegen Kreuzberg, als glücklicher Sieger entsprechend DWZ-Punkte eingebüsst hat. Dafür können wir uns zwar leider nichts „kaufen“. Gleichwohl sagt es meines Erachtens doch etwas über unsere Einstellung und Leistung aus.
CHAPEAU und DANKE!!!
Wieder einmal war auf die nachrückenden „Jungspunde“ aus „Reinhards Talentschmiede“ Verlass. 1942 und 1929 lautete die DWZ ihrer Kreuzberger Gegner an den Brettern 7 und 8. 1826 und 1749 lautete demgegenüber unsere Eckbauern-DWZ. Ich hatte sowohl Peter, als auch Manfred im Vorfeld gebeten, einfach nur so gut zu spielen, wie sie es zumeist gegen mich tun. Ich würde sagen: MISSION ERFÜLLT. Beide haben ihren starken Gegnern, noch dazu völlig verdient, Punkteteilungen abringen können. Für Peter sah es vorübergehend sogar noch nach mehr aus und es wäre grandios gewesen, wenn er sich für seine „einschlagende“ Eröffnungsvorbereitung sogar mit einem ganzen Punkt hätte belohnen können.
Aber auch alle anderen haben alles gegeben, was im Tank war. Insbesondere auch Klaus und Stefan. Beide sind schlicht an Gegner geraten, die an diesem Tag einfach besser waren. Aber es ist gleichwohl beeindruckend, wie etwa Klaus, der den meisten von uns sowohl an Lebenserfahrung, als auch Jahren einiges voraus hat, ein weiteres Beispiel seiner Zähigkeit, seiner Kondition und seines Kämpferherzens abgegeben und wirklich bis zur letzten Patrone gekämpft hat.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch Wolfgang, der sich ebenfalls einmal mehr als perfekter Team-Spieler erwies. Da er mit Weiss an Brett 1 der einzige Eckbauer mit einer besseren Wertung als sein Kreuzberger Gegner war, sah er sich vermutlich besonders verpflichtet, auf Sieg zu spielen. Entsprechend brachte ihn auch das Remisangebot seines Gegners nicht ernsthaft in Versuchung. Er wollte – für die Mannschaft – mehr. Prompt verlor er sogleich einen Bauern und musste nun seinerseits gegen einen starken Gegner mit Minusbauern ums Remis kämpfen. Einen solchen Kampf wieder anzunehmen und sogar noch einem erfolgreichen Ende zu führen, ist aus meiner Sicht verdammt schwer. Eine echte Charakterfrage. Mission erfüllt – und wer weiss, ob uns der halbe Punkt am Ende des Tages nicht nochmal von grossem Nutzen sein wird.
Frank und ich haben – unter den gegebenen Umständen – getan was wir konnten. Wir hatten zwar beide Weiss mussten aber damit zufrieden sein, zumindest jeweils ein Unentschieden beitragen zu können.
Und Dieter, der sich bereits in der letzten Spielzeit zu einem echten Leistungsträger der Mannschaft entwickelt hat, hat sogar mit Schwarz gegen einen starken Gegner einen überzeugenden Sieg eingefahren. Mehr konnte selbst er nicht tun…
Wir haben uns also nichts vorzuwerfen und können mit durchgedrücktem Kreuz in die 2. Runde gehen.
Wir empfangen am 10.11.19 – also schon in nicht mal 2 Wochen – Chemie Weissensee 2 zu Hause. Die haben, genau wie wir, in der 1. Runde mit 3,5 : 4,5 verloren. Sie sind dabei – nominell – ohne ihre 4 topgemeldeten Spieler angetreten. Zwei von diesen wurden in der 1. Mannschaft in der Landesliga gebraucht. Mit welcher Aufstellung sie gegen uns antreten, lässt sich nicht absehen. Ich würde mich freuen, wenn sie so ähnlich wäre, wie gestern. Arg ersatzgeschwächt hatten sie einen DWZ-Schnitt von nur 1822 (Ihr Gegner Narva hatte 1870).
In diesem Sinne
Alles Gute
Feri

