Wie Schach in der Therapie helfen kann - Interview mit Prof. Dr. Sabine Vollstädt-Klein
Schach kann vieles sein – Sport, Spiel, Wissenschaft, Kultur. Was viele nicht wissen: Schach kann auch in der Medizin bei der Therapie helfen. Prof. Dr. Sabine Vollstädt-Klein forscht als Leiterin der Arbeitsgruppe „Neuroimaging abhängigen Verhaltens“ des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim zu den Einsatzmöglichkeiten von schachbasierter Therapie als Zusatz-Intervention bei der Behandlung von Suchtkranken. Dazu führt sie ab diesem Sommer zwei wissenschaftliche Studien durch, bei denen Schach zur Stärkung der kognitiven Funktionen als „Therapie-Add-On“ zum Einsatz kommt. Dies soll einen positiven Effekt auf den Behandlungserfolg haben und auch zu messbaren Veränderungen im Gehirn führen. Sie ist Gründungsmitglied der International Society for Applied Chess (ISAC), welche die Anwendung von Schach zum Beispiel in der Psychotherapie, der Rehabilitation von Patienten und bei der Arbeit mit Flüchtlingen oder autistischen Kindern unterstützt. Wir haben sie zu ihrer Forschung interviewt.

