“Die drei letzten Runden waren ein Traum”
Text: Georgios Souleidis
Magnus Carlsen steht kurz vor dem Sieg der GRENKE Chess Classic. Der Weltmeister bezwang Peter Svidler und führt vor der letzten Runde mit 6,5 Punkten die Tabelle an. Fabiano Caruana folgt nach seinem Sieg gegen Georg Meier mit einem Punkt Rückstand. Maxime Vachier-Lagrave gelang gegen Vincent Keymer sein zweiter Sieg im Turnier und liegt mit 5,0 Zählern auf Platz drei. Die zwei restlichen Partien endeten remis. Bei Levon Aronian und Viswanathan Anand war das Gleichgewicht nicht gestört, während Arkadij Naiditsch all seine Verteidigungskunst aufbringen musste, um gegen Francisco Vallejo Pons den halben Punkt zu sichern.
Levon Aronian und Viswanathan Anand trennten sich nach 2,5 Stunden unentschieden. Gegen die Spanische Partie antwortete Anand mit der Berliner Verteidigung. Aronian wählte eine ruhige Variante, die zu einer beiderseitig soliden Aufstellung führte. Der armenische Großmeister forcierte mit dem Vorstoß des f-Bauern im 13. Zug die Ereignisse, wonach die Kontrahenten nach und nach viel Material vom Brett nahmen. Nach dem 29. Zug entstand ein total ausgeglichenes Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, das schnell remis gegeben wurde.
Magnus Carlsen rollt fast nach Belieben über seine Gegner hinweg bei der GRENKE Chess Classic. In der achten Runde war Peter Svidler das Opfer der norwegischen Schachkunst. Der russische Großmeister versuchte mit einer als ruhig geltenden Anti-Sveshnikov-Variante der aktuellen Hauptwaffe Carlsens aus dem Weg zu gehen. Letztendlich kam er aber vom Regen in die Traufe.
Der Weltmeister war natürlich auch gegen dieses Abspiel gut vorbereitet und kam hervorragend aus der Eröffnung. Er versteckte seinen König auf h8 und übernahm mit dem Vorstoß seines f-Bauern die Initiative im Zentrum und am Königsflügel. Svidler, der viel Zeit verbrauchte, versuchte mit dem Vorstoß seines eigenen f-Bauern ebenfalls aktiv zu werden, doch das schwächte nur seine Königsstellung.
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