„Schach war eine Hilfe nach meiner Erblindung“: Marcus Hausmann über Blindenschach und Inklusion
Vor fast 4 Jahren hat Marcus Hausmann sein Augenlicht verloren. Schon als Kind wurde bei ihm Mukoviszidose diagnostiziert – mit einer damals geschätzten Lebenserwartung von 8 Jahren. Nach einer Lungentransplantation und einer anschließenden Entzündung hinter beiden Augen, mussten sie 2015 entfernt werden. Zwei Jahre später nimmt er zum ersten Mal nach seiner Erblindung an einem Schachturnier für Blinde teil und gewinnt den Baltic-Sea Braille Chess-Cup auf Anhieb. Mittlerweile ist er auch als Spielleiter im Vorstand des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbunds (DBSB) aktiv. Im Interview erzählt der 52-jährige, wie ihm Schach nach seiner Erblindung geholfen hat, von den Unterschieden zwischen einer Partie als sehendem und als nichtsehendem Schachspieler und was in punkto Inklusion im Schach noch getan werden muss.

