Cora zu Heilbronn
Sie hatte einen Traum. Als sie erwachte, war dieser fast verblasst. Nur die Umrisse davon waren durch den dicken Nebel noch zu erkennen. Dennoch ließ dieser ihr keine Ruhe. Das einzige was sie noch wusste, war, dass Sie erhaben auf einem Podest stand, an ihrer Seite den getreuen Karl, den Weggefährten, der mit ihr so manche Schlacht geschlagen hatte, in den Händen einen silber-leuchtenden Pokal, eine Urkunde und eine Medaille um den Hals. Auch dass es womöglich knapp gewesen war, spürte sie im Innern, denn ein mulmiges Gefühl beschlich sie und fesselte sie. So erzählte sie diese Geschichte auch ihrer Familie, die erstaunt ob der Kunde, dem festen Ansinnen nachgaben und Cora Hergenröder zum Schnellschachturnier der Jugend in das württembergische Heilbronn am 14. Oktober begleiteten. Dort angekommen, setzte sie sich prompt Zug um Zug an die Spitze beim Spiel auf der Jagd nach den Königen. Lediglich einer ein gewisser Henry Uhl aus Nürnberg folgte ihr; und zog die skeptischen Blicke der Entourage auf sich. Doch am Ende war sie es, die mit 6 Punkten aus 7 Runden über allen thronte. Die Feinwertung – Soberg genannt –, gab den Ausschlag. Was den Gesamtsieg und die Auszeichnung als bestes Mädchen bedeutete. Als dies gewahr wurde, rieb sich der Tross verwundert die Augen. Es folgt ein „authentischer Bericht″ des Boten Dieter Walter.

