Ungarn und seine Schach-Sphinx: Erst wackelten die Sowjets, dann fielen sie
Die Dominanz des sowjetischen/russischen Schachs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts veranschaulicht keine andere Statistik so eindrucksvoll wie die Siegerlisten der Schacholympiaden. 50 Jahre eilten die Russen von Sieg zu Sieg, von 1952 bis 2002. Ein einziges Mal gelang es einer anderen Nation, die übermächtigen Schachmeister aus dem osteuropäischen Riesenreich hinter sich zu lassen. Den Ungarn gelang dieses Kunststück 1978 in Buenos Aires. Zwei Jähre später auf Malta hätten sie es beinahe wiederholt. Die Großmeister aus der UdSSR mussten sich auf die Feinwertung berufen, um sich vor den punktgleichen Ungarn die Goldmedaille zu sichern. Keres, Smyslow, Bronstein, Geller –

