Olympiade Batumi: Starke Gastgeberinnen
Georgien ist nicht nur Gastgeber der Schacholympiade 2018, sondern ein Schachland schlechthin. FIDE-Vizepräsident Georgios Makropoulous war in der Pressekonferenz während der ersten Runde voll des Lobes über das georgische Frauenschach. Spielerinnen wie Nona Gaprindaschwili, Nana Joseliani oder Maja Tschiburdanidse bestimmten jahrzehntelang das Weltfrauenschach und bildeten das Rumpfstück der sowjetischen Nationalmannschaft. Die beiden fünffachen Weltmeisterinnen Gaprindaschwili und Tschiburdanidse sind Botschafter der Olympiade in ihrer Heimat und spielten am 4. September ein kleines Match, welches 1½:1½ endete. Nach Gaprindaschwili hat die FIDE den 1998 erschaffenen Nona-Cup benannt. Er wird an das Land verliehen, welches bei den Männern und Frauen die meisten Punkte sammelt.
Bei soviel Schwelgen in Erinnerungen darf natürlich auch nicht das aktuelle Frauenschach in Georgien vergessen werden. Inzwischen haben andere Nationen zwar aufgeholt, aber Georgien liegt immer noch beim Elo-Durchschnitt der besten zehn Spielerinnen auf Platz vier in der Welt. Einen Platz vor Deutschland übrigens - mit 49 Punkten aber deutlich besser. Gestern nun trafen diese beiden Länder aufeinander. Das Paarungsprogramm ermittelte für Deutschland allerdings "nur" die dritte Mannschaft.

