Ruhig bleiben! Vincent Keymer und die deutsche Sehnsucht nach dem großen Titel
Die Sehnsucht nach dem Titel, sie brennt. Vor fast 100 Jahren gab sich Emanuel Lasker beim WM-Kampf im fernen Havanna dem Kubaner José Raúl Capablanca geschlagen. Seitdem tauchen in Schachdeutschland gelegentlich Hoffnungsträger auf, aber in unmittelbare Nähe zur Krone kam bislang nur einer. Nun soll es Vincent Keymer richten. Der 13-Jährige ist fraglos eines der größten, wenn nicht das größte deutsche Schachtalent seit Emanuel Lasker. Nur heißt das im internationalen Vergleich der Supertalente noch nicht allzu viel. Der Wettbewerb ist knapper und härter, als er jemals war, und in Deutschland zu leben, bedeutet für einen aufstrebenden Schachspieler alles andere als einen Standortvorteil. Schon in den 2020ern

