Frauen-Europameisterschaft: Filiz Osmanodja nach fünf Runden Sechste
In einem Städtchen mit nur 11 Einwohnern je Quadratkilometer (Berlin: rund 4.000) findet seit dem 7. April die 19. Europäische Frauen-Einzelmeisterschaft statt. Vysoké Tatry heißt der Spielort und er liegt mitten in einem gleichnamigen Biosphärenreservat der UNESCO - Hohe Tatra. Hierhin sind 144 Schachmeisterinnen aus 30 europäischen Ländern angereist um ihre Beste zu ermitteln. Mit dabei sind auch sieben deutsche Sportlerinnen, angeführt von der an Nummer 13 nach Startrangliste gesetzten Elisabeth Pähtz. Nach fünf Runden hat die beste deutsche Schachspielerin 3½ Punkte und liegt auf Platz 15 ganz gut im Rennen bei noch zu spielenden sechs Runden.
In den Schatten gestellt wird Pähtz aber im Moment von Filiz Osmanodja, die wohl das Turnier ihres Lebens spielt. In Runde 1 bekam sie noch die Setzlistenerste Maria Musitschuk zugepaart und verlor etwas unglücklich. Danach aber drehte sie richtig auf und holte 4 aus 4, wobei sie drei deutlich stärkere Gegnerinnen hatte.

