Georg Meier gewinnt 21½:2½ - und kommt zum Kandidatenturnier!
Nach nicht einmal drei Stunden war Nationalspieler Georg Meier, Nummer zwei der deutschen FIDE-Rangliste, fertig mit dem Simultanspiel. TuS Makkabi hatte den Großmeister nach Berlin eingeladen und die zwanzig Bretter wurden in ganz Deutschland durch den Berliner Schachverband und den Deutschen Schachbund verlost. Der Andrang war so groß, das Makkabi noch vier weitere Tische mit Spielmaterial aufbaute. Der 30-Jährige bewältigte diese Aufstockung bravourös, ließ am Ende nur fünf Punkteteilungen zu und gewann alle anderen Partien. Seine erfolgreichen Gegner wurden nicht nur mit einem Remis belohnt, sondern erhielten aus den Händen von Carsten Schmidt, dem Präsidenten des Berliner Schachverbandes, die begehrten Lasker-Medaillen. Meier's hartnäckigste Sparringspartner - Holger Niese und Reinhard Baier, der auch als Schiedsrichter fungierte - hielten am Ende freudig die beiden Prunkstücke einer auf 200 Stück limitierten Auflage in die Kamera.

