Der Zeitnotkönig
Text: Klaus Jörg Lais – Wenn man auswärts antrat, konnte man sich schlechter darauf einstellen, wer einem am Schachbrett gegenüber sitzen würde. Oft hatten die Heimmannschaften Spezialisten in ihren Reihen, die nur zuhause antraten. So auch mein Gegner an diesem Sonntagmittag. Er war schon fast 90. Er hatte also eine große Routine in den üblichen Eröffnungen, würde andererseits aber auf die Dauer eines Matches über sechs Stunden nachlassen, wenn die Stellung komplizierter wird. Vierzig Züge mussten in zwei Stunden gespielt werden, danach eine Stunde für jeden. Das Spiel einfach nur lange genug hinziehen! Mit dieser Überzeugung setzte ich mich ans

